In Lüdenscheid ist es nach einem Verkehrsunfall zu Konfrontationen zwischen Passanten und der Polizei gekommen. Ein 55-jähriger Autofahrer kam gegen 17 Uhr mit seinem Wagen von der Weststraße ab. Aus ungeklärter Ursache, möglicherweise wegen eines medizinischen Notfalls, rammte das E-Fahrzeug einen Zaun und eine Laterne. Die Laterne fiel dabei auf zwei weitere Fahrzeuge. Der Wagen blieb mit drehenden Reifen halb in der Luft auf einer Hecke hängen.
Während Rettungskräfte den immer noch im Fahrzeug sitzenden Fahrer versorgten, blieben zwei Frauen mit Kindern auf dem gegenüberliegenden Gehweg stehen. Die jüngere der beiden zückte ihr Handy und begann zu filmen. Polizeibeamte forderten die Passanten auf, weiterzugehen und nicht zu filmen. Die 17-Jährige quittierte diese Erklärung mit Lachen. Erst nach mehrmaliger Aufforderung und der Androhung, das Handy zu beschlagnahmen, entfernte sich die Gruppe einige Schritte.
Die Polizeibeamten entschlossen sich daraufhin, die Personalien festzustellen. Die jüngere Frau übergab ihren Ausweis. Ihre 33-jährige Begleiterin weigerte sich dagegen und versuchte, dem Beamten den überreichten Personalausweis aus der Hand zu reißen. Sie schrie die Beamten an und verringerte immer weiter den Abstand. Als eine Beamtin sie zurückdrückte, schlug die Frau der Beamtin den Arm weg.
Beide Frauen erhielten Anzeigen wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungskräfte beziehungsweise Widerstands. Der Unfallfahrer wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden liegt bei fast 40.000 Euro.
Die Polizei weist darauf hin, dass an Unfallorten kein Platz für Gaffer ist. Das Filmen von hilflosen Menschen ist nicht nur geschmacklos, sondern auch strafbar. Das Anfertigen von Bildaufnahmen wird nach dem Strafgesetzbuch mit Freiheitstrafen von bis zu zwei Jahren oder entsprechenden Geldstrafen belegt – Ausnahmen gelten nur für Medien. Zudem können Gaffer die Arbeit der Rettungskräfte behindern. Wer hilfeleistende Personen behindert, kann ebenfalls bestraft werden.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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