Die Polizei im Märkischen Kreis hat Bilanz gezogen: Im vergangenen Jahr wurden der Behörde fast 24.298 Straftaten gemeldet — 441 mehr als im Jahr zuvor. Trotz des leichten Anstiegs bleibt die Aufklärungsquote mit etwa 56 Prozent auf hohem Niveau und liegt damit über dem Landesergebnis von 53,7 Prozent. Laut Kriminaldirektor Stefan Winkler lässt es sich im Märkischen Kreis sehr sicher leben.
Bei der Straßenkriminalität registrierte die Polizei 58 zusätzliche Fälle, insgesamt 5036 im Jahr 2025. Allerdings gingen Raub und Körperverletzungsdelikte zurück. Insgesamt konnten die Ermittler 10.180 Tatverdächtige identifizieren. Der Anteil nicht deutscher Tatverdächtiger liegt bei etwa 31 Prozent, deutlich höher als ihr Bevölkerungsanteil. Gesunken ist dagegen der Anteil von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 21 Jahren: Die Polizei ermittelte gegen 516 Kinder, 906 Jugendliche und 652 junge Erwachsene.
Deutlich gestiegen ist die Zahl der Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch. Die Polizei führt dies teilweise auf eine gestiegene Sensibilität in der Bevölkerung zurück und auf die erhöhte Bereitschaft, Verdachtsfälle anzuzeigen. Nach Jahren mit sinkenden Zahlen nahmen die Wohnungseinbrüche zu: um 65 Fälle auf nun 428. Bei Taschendiebstählen gab es Rückgänge — 470 Opfer meldeten sich bei der Polizei, 56 weniger als im Vorjahr. Die Behörde informiert die Öffentlichkeit in Kampagnen wie «Riegel vor» oder «Augen auf und Tasche zu».
Die Zahl der Anzeigen wegen häuslicher Gewalt verharrt auf hohem Niveau mit 1458 Fällen. Stark wachsend ist der Bereich Cybercrime, sowohl bei Angriffen auf IT-Systeme als auch bei Straftaten, die mithilfe von Computertechnik begangen werden.
Ein besonderes Anliegen ist der Polizei der Schutz älterer Menschen vor betrügerischen Anrufen. Täter geben sich am Telefon als Polizeibeamte oder Staatsanwälte aus, imitieren die Rolle von Angehörigen oder versprechen Gewinne aus Gewinnspielen gegen hohe Gebühren. Der Gesamtschaden lag im vergangenen Jahr bei etwa 330.000 Euro. In einem Fall erbeuteten die Täter bei einem Senior etwa 70.000 Euro. Auch in diesem Bereich klärt die Polizei präventiv auf.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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