Mainz – Das Polizeipräsidium Mainz hat sich zu Gerüchten über einen möglichen Einsatz von KO-Tropfen während der Fasnacht geäußert. In sozialen Netzwerken und durch Medienanfragen wurde die Polizei mit einem Vorfall in einem Feldlager einer Mainzer Garde am Altweiberdonnerstag konfrontiert. Demnach sollen zwei Frauen über Übelkeit und Kreislaufbeschwerden geklagt haben, wobei der Verdacht auf den Einsatz von KO-Tropfen geäußert wurde.
Die betroffenen Frauen sind der Polizei bislang nicht bekannt. Sie werden gebeten, sich mit einer Dienststelle in Verbindung zu setzen. Konkrete Informationen zu diesen Schilderungen liegen dem Polizeipräsidium nach eigenen Angaben derzeit nicht vor.
Die Polizei weist darauf hin, dass die alleinige Feststellung von Übelkeit oder Kreislaufproblemen für den Nachweis einer Straftat nicht ausreicht. KO-Tropfen lassen sich innerhalb von 6 bis 12 Stunden in Blut oder Urin nachweisen. Ein entsprechender Verdacht sollte daher schnellstmöglich gemeldet werden.
Nach Erfahrung der Polizei lassen sich viele Verdachtsfälle nach intensiven Ermittlungen und Zeugenbefragungen nicht bestätigen. Ein übermäßiger Alkoholkonsum kann eine zentrale Rolle spielen. Auch die Wechselwirkung mit Medikamenten, der Missbrauch von Betäubungsmitteln oder ein leerer Magen können die Wirkung von Alkohol verstärken. Bei jüngeren Personen stellt die Polizei immer wieder fest, dass die Angst vor den Eltern – etwa das Eingeständnis eines übermäßigen Alkoholkonsums – dazu führt, dass Symptome fälschlicherweise auf die heimliche Beigabe von Substanzen zurückgeführt werden.
Im laufenden Jahr 2026 und in zurückliegenden Jahren kam es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mainz zu keinem nachweisbaren Einsatz von KO-Tropfen. Die Kriminalitätsstatistik zeigt eine unauffällige Lageentwicklung im Bereich der Sexualdelikte während der Fastnachtstage. Am Rosenmontag 2025 wurden insgesamt drei Fälle von sexueller Belästigung angezeigt. Im aktuellen Jahr 2026 wurden in den vier Tagen seit Altweiberdonnerstag nur wenige Mitteilungen über Straftaten mit sexueller Zielrichtung gemeldet – im einstelligen Bereich. Dabei handelte es sich um sexuelle Belästigungen durch Anfassen im Intimbereich, Gesäß oder Brüste in großen Menschenmengen am Schillerplatz oder Markt.
Die Polizei Mainz rät zur Wachsamkeit: Lassen Sie Getränke nicht unbeaufsichtigt und achten Sie in Ihrer Gruppe aufeinander. Sollte es zu unbegründetem Unwohlsein, Übelkeit oder massiven Kreislaufproblemen kommen, verständigen Sie den Rettungsdienst und die Polizei. Bei konkreten Übergriffen oder Diebstählen erstatten Sie umgehend Anzeige, damit eine zeitnahe Spurensicherung erfolgen kann.
Der Rettungsdienst ist mit etwa 400 Einsatzkräften unterwegs. Die Polizei setzt im Tagesverlauf über 1000 Einsatzkräfte ein. Jede Einsatzkraft ist jederzeit ansprechbar.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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