Massive technische Manipulationen an E-Scootern haben Polizeibeamte bei einer zweitägigen Kontrollaktion im Kreis Herzogtum Lauenburg aufgedeckt. Am 05. und 06.10.2026 führten Einsatzkräfte des Polizeiautobahn- und Bezirksreviers Ratzeburg zusammen mit der Landespolizei Hamburg Verkehrskontrollen im Umfeld mehrerer Schulen durch.
Im Fokus der Aktion standen E-Scooter. Das Ergebnis war bemerkenswert: Jugendliche hatten ihre Fahrzeuge durch Softwareänderungen so verändert, dass sie deutlich schneller fuhren als erlaubt. Zwei E-Scooter erreichten sogar Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h statt der zulässigen 20 km/h. Weitere Fahrzeuge wurden auf Geschwindigkeiten zwischen 30 und 45 km/h umgebaut.
Besonders problematisch war, dass insgesamt zwölf Jugendliche mit diesen manipulierten E-Scootern unterwegs waren, ohne im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis zu sein. Durch die technischen Veränderungen war bei jedem dieser Fahrzeuge die Betriebserlaubnis erloschen. Die Feststellungen zeigen, dass E-Scooter-Tuning besonders unter Jugendlichen verbreitet ist.
Die Polizei fand auch vier sogenannte Kinderscooter, die ohne erforderliche Betriebserlaubnis und ohne Versicherungsschutz im öffentlichen Verkehrsraum genutzt worden sein sollen. Ein weiterer E-Scooter-Fahrer führte sein Fahrzeug ebenfalls ohne Betriebserlaubnis und ohne Versicherungsschutz. Zusätzlich stand der Mann im Verdacht, nach Cannabiskonsum unter dem Einfluss von THC zu stehen.
Daneben stellten die Einsatzkräfte E-Scooter mit falschen sowie abgelaufenen Versicherungskennzeichen fest. Auch ein Fahrrad mit Gasgriff, das ohne den erforderlichen Pedalbetrieb motorisiert betrieben werden konnte, wurde aus dem Verkehr gezogen. Weitere Verstöße betrafen das Fahren zu zweit auf einem E-Scooter, die Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt sowie das Fahren ohne Versicherungskennzeichen.
Die Kontrollen fanden an der Gemeinschaftsschule Ratzeburg, am Marion-Dönhoff-Gymnasium und der Gemeinschaftsschule Mölln am Schulberg sowie am Gymnasium und an der Gemeinschaftsschule Schwarzenbek statt.
Insgesamt stellten die Einsatzkräfte 18 Fahrzeuge sicher. Bei einem Großteil handelt es sich um möglicherweise technisch veränderte E-Scooter, deren tatsächlich fahrbare Geschwindigkeiten nun mittels Rollenprüfstand gemessen werden. Das Polizeiautobahn- und Bezirkrevvier Ratzeburg wird künftig insbesondere im Umfeld von Schulen verstärkt E-Scooter und deren technische Veränderungen kontrollieren. Weitere Kontrollen befinden sich bereits in Planung.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Schleswig-Holstein
Auch aus Schleswig-Holstein:
Mehr Polizeimeldungen: