Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg ermittelt derzeit gegen Betrüger, die mit betrügerischen Geldanlagen hohe Vermögen ergaunert haben. Das Fachdezernat verzeichnet seit geraumer Zeit ein auffallend hohes Fallaufkommen solcher Anlagebetrugsdelikte.
In einem Fall wurde ein 75-jähriger Mann über eine Internetplattform auf ein Video hingewiesen, in dem eine vermeintlich berühmte Person für Internetseiten zum Thema private Geldanlagen warb. Nach seiner Registrierung überwies er mehrere Geldbeträge über einen längeren Zeitraum hinweg auf unterschiedliche deutsche Konten. Als der Mann den Betrug erkannte, hatte er bereits einen sechsstelligen Vermögensschaden erlitten.
Auch ein 82-jähriger Mann fiel auf die Masche herein. Nach einer telefonischen Beratung mit einem vermeintlichen Mitarbeiter einer Firma überwies er, im Glauben eine Festgeldinvestition zu tätigen, einen fünfstelligen Geldbetrag auf ein französisches Bankkonto. Der Senior bemerkte den Betrug jedoch erst, nachdem das Geld bereits weg war.
Die Betrüger nutzen systematisch das Interesse der Bevölkerung an Geldanlage, um mit unlauteren Versprechen in das Vermögen potenzieller Anleger zu gelangen. Die erste Kontaktaufnahme erfolgt oft unaufgefordert per Telefon, über Social-Media-Portale, Online-Dating-Plattformen oder nachdem das spätere Opfer im Internet auf Reklame für vermeintlich interessante Anlagemöglichkeiten gestoßen ist. Den Opfern werden Anlageformen mit unrealistisch hohen Renditemöglichkeiten versprochen – tatsächlich werden die Gelder aber nicht angelegt, sondern landen direkt in den Taschen der Betrüger.
Warnsignale für betrügerische Angriffe sind: Kontaktaufnahmen über Instagram, WhatsApp, Telegramm oder andere Messengerdienste; Anlagetipps in privaten Nachrichten; Aufforderungen, Ausweisdokumente zu teilen; sowie die Forderung, hohe Summen auf in- oder ausländische Konten oder auf Kryptowährungsplattformen zu überweisen.
Die Polizei empfiehlt Interessenten, misstrauisch bei Versprechungen hoher Renditen mit wenig Risiko zu sein. Vor der Anmeldung oder Geldüberweisung sollten sich Anleger genau über die Trading-Plattform informieren und sich nicht unter Druck setzen lassen. Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, um das Angebot in Ruhe zu prüfen und zu bewerten. Niemals sollten vertrauliche Daten wie Zugangsdaten zum Online-Banking oder Depot weitergegeben werden. Auch Kopien von Ausweisdokumenten oder Zahlungskarten dürfen nicht übermittelt werden. Fremden Personen sollte kein Remote-Zugang zum Rechner oder Smartphone erlaubt werden. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg oder eine unabhängige Finanzberatung können helfen, Angebote zu überprüfen. Im Betrugsfall sollten Betroffene die Polizei kontaktieren und Strafanzeige erstatten. Weitere Informationen zum Schutz vor dieser und anderen Betrugsmaschen finden sich unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/kredit-und-anlagebetrug/.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Baden-Württemberg
Auch aus Baden-Württemberg:
Mehr Polizeimeldungen: