Bundeskanzler Friedrich Merz will dem zurückgetretenen CDU-Fraktionschef Jens Spahn offenbar weiterhin eine Rolle in der Partei geben. Bei einer Sondersitzung der Fraktion am Mittwoch kündigte Merz an, Spahn noch am selben Abend anzurufen und ihm deutlich zu machen, dass er nicht fallenlassen wird.
Spahn selbst war bei dieser Sitzung nicht anwesend. Merz nutzte die Gelegenheit, um sich selbst vor der Fraktion zu entschuldigen. Er sprach etwa 15 Minuten lang und reagierte damit auf die heftige Kritik, der sich seine Personalpolitik in den vergangenen Tagen ausgesetzt hatte.
Laut Aussagen von Sitzungsteilnehmern gab es auch lange Statements von Markus Söder während des Treffens. Anschließend folgte eine offene Aussprache zu allen strittigen Punkten. Neben Spahns Rücktritt standen auch der CSD-Anschlag und die AfD wiederholt auf der Tagesordnung.
Überraschend war: Von den Abgeordneten kam bei dieser Gelegenheit keine große Kritik. Stattdessen bestand eher ein allgemeines Bedürfnis, über viele verschiedene Themen zu sprechen und auszudiskutieren.
Autor: dts Nachrichtenagentur