Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hätte das Waldbrandgebiet in Hürtgenwald bereits eine Woche eher inspizieren wollen. Ein angefragter Besuch am vorletzten Wochenende wurde jedoch verschoben, weil die Löscharbeiten dafür hätten unterbrochen werden müssen, wie Landrat Ralf Nolten (CDU) und Merz am Samstag bei dem nun erfolgten Kanzlerbesuch erklärten.
„Wir haben in der Tat am vorletzten Wochenende mehrfach miteinander telefoniert und ich habe angeboten, hierher zu kommen, aber sie haben gesagt: Kommen Sie danach. Und dann habe ich gesagt: So schnell wie möglich komme ich gern, um mir das anzuschauen, was hier passiert ist, aber auch anzuschauen, was wir hier gemeinsam daraus lernen können“, erläuterte Merz die Abstimmung mit den lokalen Behörden.
Der Bundeskanzler würdigte die Leistung der Einsatzkräfte. „Ohne die Zusammenarbeit zwischen allen diesen Beteiligten wäre das nicht so glimpflich ausgegangen“, sagte er. Eine Zentralisierung der Brandbekämpfung lehnt Merz ab. Stattdessen setzt er auf das Zusammenwirken der ehrenamtlichen Kräfte vor Ort.
Die Bundesregierung will die Einsätze auswerten. Im Bundeskabinett sollen unter anderem Möglichkeiten zum Ausbau der Kommunikationsverbindungen erörtert werden, kündigte Merz an. Der Klimawandel führt zu häufigeren Waldbränden. „Wir werden alles tun, um den Klimawandel zurückzudrängen. Aber wir müssen auch mit dem Klimawandel leben. Und darauf vorbereitet zu sein, ist eine Aufgabe des Bundes, der Länder, der Gemeinden“, betonte der Kanzler.
Autor: dts Nachrichtenagentur