Mutmaßlicher Betrüger nach Schockanruf in Untersuchungshaft

(Symbolbild)

Ein 34-Jähriger ist nach einem Schockanruf-Betrug in Untersuchungshaft gekommen. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe wirft ihm gewerbsmäßigen Bandenbetrug vor.

Nach Angaben der Ermittler soll ein noch unbekannter Komplize am 5. Oktober 2026 eine 87-Jährige aus Philippsburg angerufen haben. Der Mann gab sich als Arzt aus und bot der Seniorin gegen Vorkasse Medikamente für einen schwer erkrankten Angehörigen an. Die Frau stimmte zu, Goldmünzen an ihrer Wohnanschrift zu übergeben, weil sie hoffte, die Kosten später von der Krankenkasse erstattet zu bekommen.

Der 34-Jährige soll bei der Tat als Abholer fungiert haben. Er nahm die Goldmünzen im Wert von rund 10.000 Euro bei der Geschädigten entgegen. Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Oberfranken nahmen ihn am frühen Montagmorgen auf einem Rastplatz vorläufig fest.

Ein Haftrichter am Amtsgericht Karlsruhe erließ am Dienstag Haftbefehl. Der 34-Jährige befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Seine 22-jährige Begleiterin, die ebenfalls vorläufig festgenommen worden war, wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen freigelassen.

Die Ermittler prüfen, ob der Beschuldigte auch für weitere ähnliche Betrugsfälle verantwortlich ist.


Wie sich die Zahlen entwickelt haben

Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Baden-Württemberg um 9,1 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 74.294 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 66,1 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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