In Münster hat ein elfjähriges Mädchen am Donnerstagnachmittag eine Nadel in einer Halloween-Süßigkeit entdeckt. Das Kind war gegen 16:15 Uhr dabei, eines der gesammelten Kaubonbons essen zu wollen, als ihm das ungewöhnliche Aussehen der Verpackung und der metallische Gegenstand auffielen. Das Mädchen blieb unverletzt.
Die Familie hatte die Süßigkeiten in einem Wohngebiet im Bereich Loddenheide zwischen dem Torminweg und den Straßen Am Lütkebach und Rikeweg gesammelt. Die Mutter erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei wegen des Verdachts einer versuchten gefährlichen Körperverletzung.
Die Polizei stellte die manipulierte Süßigkeit sowie alle weiteren gesammelten Halloween-Süßigkeiten sicher. Die Ermittlungen laufen.
Mögliche Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Münster unter der Rufnummer (0251) 275-0 zu melden.
So schützen Sie sich und Ihre Kinder
Eltern sollten gesammelte Süßigkeiten vor dem Verzehr gemeinsam mit ihren Kindern ansehen und auf beschädigte Verpackungen, Einstichstellen oder auffällige Verformungen achten. Auch unauffällige Verpackungen bieten keine absolute Sicherheit – einzelne Manipulationen können äußerlich schwer erkennbar sein. Verdächtige Süßigkeiten sollten keinesfalls probiert werden.
Kinder sollten wissen, dass sie ungewöhnliche oder beschädigte Süßigkeiten nicht essen, sondern ihren Eltern zeigen sollen. Bei Verdacht auf das Verschlucken eines spitzen Gegenstands ist umgehend medizinische Hilfe erforderlich, auch wenn zunächst keine Beschwerden auftreten. Bei Atemnot oder akuter Gefahr sollte die Nummer 112 gewählt werden.
Verdächtige Süßigkeiten sollten einschließlich der Verpackung aufbewahrt und möglichst wenig verändert werden, bevor man sie der Polizei meldet. Fremdkörper sollten nicht eigenständig herausgezogen werden.
Die Polizei bittet zudem darum, unbestätigte Meldungen über soziale Medien und Messenger nicht zu verbreiten – dies könne unnötige Verunsicherung auslösen. Hinweise sollten stattdessen direkt an die Polizei gegeben werden.
Die Entwicklung in Münster
2024 zählte die Polizei in Münster 2.039 einfache Körperverletzungen, 2025 waren es 2.031 — 0,4 Prozent weniger. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 1,3 Prozent gesunken.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Nordrhein-Westfalen
Auch aus Nordrhein-Westfalen:
Mehr Polizeimeldungen: