Neuenrade: Schrottsammler stehlen Tresor – Betrüger erbeuten Geld mit Fake-Hotline

(Symbolbild)

In Neuenrade haben Schrottsammler am Dienstag gegen 14 Uhr einen Tresor aus einem Haus in der Langen Gasse gestohlen. Während einer der Männer im Keller mit einem Bewohner einen alten Ofen begutachtete, soll der zweite Mann den kleinen Tresor abtransportiert haben. Der Bewohner bemerkte den Diebstahl erst später.

Die Täter waren mit einem weißen Transporter mit roter Aufschrift unterwegs. Einer der beiden Männer wird auf 45 bis 50 Jahre geschätzt, ist etwa 1,70 Meter groß, hat eine kräftigere Statur und kurze, schwarze Haare. Sein jüngerer Begleiter ist schlank und größer. Die Polizei Märkischer Kreis sucht Zeugen, die den weißen Transporter am Dienstag in Neuenrade beobachtet haben oder Angaben zu Kennzeichen oder Besonderheiten machen können. Hinweise werden unter Telefon 02392/9399-0 entgegengenommen.

Parallel dazu ist eine 61-jährige Neuenraderin am Dienstag Opfer einer Betrugsmasche geworden. Sie suchte im Internet nach der Kundendienst-Hotline eines großen Online-Warenhauses, um eine Warenrücksendung zu veranlassen. Dabei stieß sie auf eine gefälschte Nummer. Die angebliche Hotline-Mitarbeiterin versprach, sich um die Rücksendung zu kümmern, und verlangte für eine Sofortüberweisung die Kontonummer der Frau. Während des Telefonats wurde ein hoher Geldbetrag von ihrem Konto abgebucht – statt dass ihr Geld zurückgebucht wurde, wurde offenbar sofort eine Überweisung von ihrem Konto veranlasst. Die Neuenraderin erstattete Anzeige bei der Polizei.

Diese Betrugsmasche existiert auch bei Reiseveranstaltern und Fluglinien, etwa wenn Flüge umgebucht werden sollen. Betrüger nutzen aus, dass Kunden einen persönlichen Ansprechpartner suchen, statt sich mit Chat-Funktionen zufriedenzugeben. Sie erstellen gefälschte Webseiten, die den Originalseiten ähneln, und bieten scheinbar einen umfassenden Service an. Der Unterschied: Der Kunde erhält nichts, sondern zahlt stattdessen.

Die Polizei rät: Versuchen Sie zunächst, alles über Ihr Kundenkonto online abzuwickeln. Seien Sie misstrauisch bei angeblichen Hotline-Nummern. Geben Sie keine sensiblen Daten preis – für eine Kaufrücksendung braucht die Hotline weder PIN noch TAN. Behalten Sie Ihre Zugangsdaten für sich und lassen Sie keinen Fernzugriff auf Ihren Computer zu. Überprüfen Sie Mails darauf, ob sie wirklich vom vermuteten Unternehmen stammen. Falls Sie eine unberechtigte Abbuchung vermuten, kontaktieren Sie schnellstens Ihre Bank – möglicherweise lässt sich die Überweisung noch stoppen.


Die Entwicklung im Märkischen Kreis

2024 zählte die Polizei im Märkischen Kreis 3.216 Betrugsfälle, 2025 waren es 3.021 — 6,1 Prozent weniger. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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