Im Ostalbkreis beschäftigen zwei Fälle die Polizei: ein beschädigtes Wohnmobil in Böbingen und ein dreister Betrugszug gegen eine Seniorin in Ellwangen.
Wohnmobil zweifach beschädigt
In Böbingen wurde ein Wohnmobil, das in der Schönhardter Straße geparkt war, Ziel von Vandalen. Am Samstag um 17 Uhr stellte der Besitzer fest, dass die Seite des Fahrzeugs zerkratzt worden war – ein Schaden von etwa 1500 Euro. Wenige Tage später folgte ein weiterer Angriff: Zwischen Montagabend um 18 Uhr und Dienstagmorgen um 10 Uhr besprühte jemand das Wohnmobil mit schwarzer Farbe. Dieser Schaden wird auf etwa 2000 Euro geschätzt. Der Polizeiposten Heubach ermittelt und nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 07173 8776 entgegen.
84-Jährige fällt auf Betrüger herein
Deutlich teurer kam es eine 84-jährige Frau in Ellwangen zu stehen. Sie erhielt am Donnerstag, 8. Oktober, gegen 15 Uhr einen Anruf von unbekannten Personen, die sich als Angehörige der Staatsanwaltschaft ausgaben. Sie behaupteten, ihr Name und ihre Adresse seien in den Aufzeichnungen einer Verbrecherbande aufgefunden worden. Um ihre Wertsachen zu schützen, forderten sie die Seniorin auf, alles zusammenzupacken und an einen Abholer zu übergeben, der diese in Verwahrung nehmen würde.
Die Frau fiel auf den Trick herein. Am Freitag zwischen 16 Uhr und 17 Uhr erschien ein Mann an ihrer Wohnadresse. Er packte sämtliches Bargeld, Schmuck und eine Münzsammlung zusammen und verschwand damit. Der Wert des Diebesgutes liegt im mittleren fünfstelligen Bereich.
Der Täter wird wie folgt beschrieben: etwa 190 Zentimeter groß, zirka 30 Jahre alt, schwarze Oberbekleidung, weiße Trainingshose und Sportschuhe. Er entfernte sich in unbekannte Richtung.
Ermittlungen laufen – Zeugen gesucht
Die Kriminalpolizei Waiblingen bittet Personen, die zum genannten Zeitpunkt am Freitag im Bereich Dalkinger Straße, Stauffenbergring oder Königsberger Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf den Mann oder verdächtige Fahrzeuge geben können, sich unter der Telefonnummer 07361 5800 zu melden.
So schützen Sie sich vor Betrügern
Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung. Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen wie Polizisten den Dienstausweis. Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die Person angeblich kommt – suchen Sie die Telefonnummer selbst heraus oder lassen Sie sie sich geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft werden Sie niemals um Geldbeträge bitten. Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen – legen Sie einfach auf. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
Betrugsfälle im Ostalbkreis: der Vergleich mit Land und Bund
Im Ostalbkreis zählte die Polizei 2025 1.308 Betrugsfälle, das sind 412 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis besser als im Landesschnitt, wo 661 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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