Paraguays Präsident Pena des Amtes enthoben – Alliana übernimmt

via dts Nachrichtenagentur

Der paraguayische Senat hat Präsident Santiago Pena wegen eines Bankenskandals des Amtes enthoben. Der bisherige Vizepräsident Pedro Alliana wurde daraufhin zum neuen Staatschef ernannt. Alliana versprach, die Leidtragenden des Skandals nicht im Stich zu lassen und kündigte an, dass die Betroffenen des finanziellen Zusammenbruchs vollständig entschädigt werden sollen.

Am Freitag (Ortszeit) stimmten alle 44 anwesenden Senatoren einstimmig für die Absetzung Penas. Senatspräsident Basilio Nunez begründete die Entscheidung damit, dass Pena sein Amt „schlecht ausgeübt“ habe. Kurz nach der Absetzung wurde Pena unter Hausarrest gestellt. Die paraguayischen Behörden bestätigten, dass der Ex-Präsident in seinem Wohnviertel La Trinidad unter Hausarrest steht. Demonstranten forderten derweil, dass er die ersten Stunden seiner Haft in einem normalen Gefängnis verbringen soll.

Auslöser der politischen Krise ist ein Bankenskandal, der Millionen Menschen in Paraguay betroffen hat. Die Bank Ueno, mit der Pena Verbindungen hatte, wurde wegen Kapitalmangels unter Zwangsverwaltung gestellt. Dies führte dazu, dass rund drei Millionen Kunden nicht mehr an ihr Geld kamen. Pena hatte bis vor Kurzem Anteile an einer Unternehmensgruppe gehalten, die die Bank kontrollierte.

Die Parlamentsabgeordneten warfen dem Ex-Präsidenten Fehlverhalten und einen Interessenkonflikt vor. Pena, der als Verbündeter der US-Regierung von Donald Trump gilt, hatte bereits seinen Rücktritt erklärt. Das Parlament lehnte seinen Antrag jedoch ab, um eine mögliche lebenslange Immunität zu verhindern.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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