Eine 22-jährige Deutsche soll pflegebedürftige Menschen in Mannheim systematisch um Zehntausende Euro betrogen haben. Die Tatverdächtige war seit Ende Juni 2026 für zwei Pflegedienste tätig und versorgte ältere, hilfsbedürftige Patienten. Dabei soll sie sich Zugang zu deren Bankkarten verschafft haben.
Mit den Karten hob die Frau Bargeld ab, tätigte Überweisungen und machte Einkäufe — alles zu ihrem eigenen Vorteil. Ihr Tatverdacht umfasst 40 Fälle des gewerbsmäßigen Computerbetrugs. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mannheim entstand durch die unrechtmäßigen Abhebungen und Käufe ein Schaden von ungefähr 75.000 Euro.
Die Frau kaufte hochwertige Elektrogeräte, Kleidung und Luxusartikel wie Schmuck, Parfüm und Taschen. Sie buchte zudem eine Flugreise für sich selbst, finanzierte eine Operation im Ausland und kaufte sich einen BMW.
Beamte führten Wohnungsdurchsuchungen durch und stellten zahlreiche mutmaßlich rechtswidrig erlangte Gegenstände sicher — darunter auch den BMW. Am 2. Oktober 2026 wurde die 22-Jährige auf Grundlage eines Haftbefehls des Amtsgerichts Mannheim festgenommen. Der Haftrichter setzte den Befehl in Vollzug; die Tatverdächtige kam in eine Justizvollzugsanstalt.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim und des Polizeipräsidiums Mannheim dauern an.
Betrugsfälle in Mannheim: der Vergleich mit Land und Bund
In Mannheim zählte die Polizei 2025 6.016 Betrugsfälle, das sind 1.892 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unsere Stadt deutlich schlechter als im Landesschnitt, wo 661 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Baden-Württemberg
Auch aus Baden-Württemberg:
Mehr Polizeimeldungen: