Ein Mann aus Recke ist Opfer eines Phishing-Betrugs geworden. Ausgangspunkt war eine gefälschte E-Mail im Zusammenhang mit einer Hotelbuchung, die er über ein Online-Portal vorgenommen hatte.
Nach der Buchung erhielt der Mann eine Nachricht über einen Kurznachrichtendienst und zusätzlich einen Anruf – angeblich von einem Mitarbeiter des Buchungsportals. Man forderte ihn auf, einem Link zu folgen, dort seine Kreditkartendaten einzugeben und diese noch einmal zu bestätigen. Der Geschädigte kam dieser Aufforderung nach. Später stellte er fest, dass drei Abbuchungen von seinem Konto stattgefunden haben. Der Schaden liegt im mittleren vierstelligen Eurobereich.
Die Polizei warnt vor solchen Phishing-Nachrichten im Zusammenhang mit Hotelbuchungen – auch das Landeskriminalamt NRW macht derzeit auf diese Masche aufmerksam. Kriminelle nutzen gestohlene Hotel- oder Buchungsdaten, um täuschend echte Nachrichten im Namen von Buchungsplattformen zu verschicken. Da die Nachrichten häufig die korrekte Anrede oder tatsächliche Buchungsdaten enthalten, halten Empfänger sie für legitime Mitteilungen des Anbieters. Die Aufmerksamkeit sinkt, und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie auf enthaltene Links klicken. Diese führen zu gefälschten Websites, auf denen Nutzer aufgefordert werden, sensible Daten anzugeben, um beispielsweise ihre Buchung zu verifizieren.
So schützen Sie sich vor Phishing
Die Polizei empfiehlt: Kommunizieren Sie nur über offizielle Apps oder die Buchungswebsite mit der Unterkunft. Wenn Sie nach einer Buchung eine Nachricht erhalten, dass die Zahlungsdaten noch einmal angegeben werden müssen, gehen Sie nicht darauf ein. Klicken Sie niemals unüberlegt auf Links. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie das Buchungsportal oder das Hotel selbst, um die Echtheit der Nachricht zu prüfen.
Weitere Informationen zu dieser Masche und zum Phishing finden Sie unter www.verbraucherzentrale.de und www.polizei-beratung.de
Betrugsfälle im Landkreis Steinfurt: der Vergleich mit Land und Bund
Im Landkreis Steinfurt zählte die Polizei 2025 4.121 Betrugsfälle, das sind 912 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis fast genauso wie im Landesschnitt, wo 946 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Nordrhein-Westfalen
Auch aus Nordrhein-Westfalen:
Mehr Polizeimeldungen: