Polizei begleitet Protest-Konvoi von Emden nach Berlin gegen hohe Kraftstoffpreise

(Symbolbild)

Niedersächsische Polizeibehörden begleiten am Donnerstag (17. April 2026) einen Fahrzeug-Konvoi von Emden bis zur Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt. Die Polizeidirektion Osnabrück führt die Aktion, bei der Demonstranten gegen die hohen Kraftstoffpreise vor dem Deutschen Bundestag in Berlin protestieren wollen.

Ein Anmelder aus Emden hatte die Versammlung unter dem Titel „17.04.2026 Generalstreik – Von Emden nach Berlin mit 50 km/h“ angemeldet. Die Teilnehmer planen, in den frühen Morgenstunden mit mehreren Pkw von Emden aus nach Berlin zu fahren. Die Osnabrücker Direktion als zuständige Versammlungsbehörde für den niedersächsischen Teil genehmigte die Demonstration bereits.

Aus Sicherheitsgründen darf der Konvoi nicht über die Autobahn fahren. In einem Kooperationsgespräch zwischen Polizei und Anmelder wurde eine klar definierte Route über Bundes- und Landstraßen festgelegt. Der Weg führt über die B 210, B 72, B 69, B 214 bis zur B 188 nach Wolfsburg und dann weiter bis zur Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt.

„Unser Ziel ist es, die Versammlung zu schützen und gleichzeitig Gefährdungen auch für Dritte auszuschließen sowie Verkehrsstörungen auf ein Minimum zu begrenzen“, erklärt Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück. Die Polizei begleitet den Konvoi in Niedersachsen durchgehend, auch Polizeimotorräder kommen zum Einsatz.

Der Versammlungskonvoi unterliegt mehreren Beschränkungen: Die Veranstalter müssen Ordner bereitstellen, die Straßenverkehrsordnung einhalten und dürfen nur Kraftfahrzeuge einsetzen, die bauartbedingt für mehr als 60 km/h zugelassen sind. Der Anmelder rechnet mit 20 bis 100 teilnehmenden Fahrzeugen. Auch in Sachsen-Anhalt und Berlin gelten Beschränkungen, unter anderem das Verbot, Autobahnen im Konvoi zu befahren.