Polizei Köln warnt vor „Ghost Pairing“ – Betrüger kapern WhatsApp-Konten

(Symbolbild)

Die Polizei Köln warnt vor einer neuen Betrugsmasche namens „Ghost Pairing“. Die Kripo Köln bearbeitet derzeit aktuelle Fälle dieser Art. Kriminelle nutzen gestohlene WhatsApp-Accounts, um Kontakte in die Falle zu locken.

Die Masche funktioniert so: Betrüger geben sich mit einem gehackten Account als Tochter, Sohn, Freundin oder Bekannter aus. Sie bitten das Opfer, einen Link anzuklicken oder einen QR-Code zu scannen. Anschließend soll der Nutzer eine Geräteverknüpfung bestätigen. Ein reales Beispiel der Polizei: „Hallo, könntest du bitte für Eliska abstimmen? Sie ist die Tochter meiner Freunde, der erste Preis ist ein kostenloser Tanzkurs, und das ist sehr wichtig für sie!“

Das Tückische: Wer unwissentlich auf den Link klickt, verknüpft sein eigenes WhatsApp-Konto mit dem Smartphone des Täters. Der Betrüger kann fortan alle Nachrichten mitlesen, löschen und im Namen des Opfers mit dessen Kontakten chatten. Er kann diese sogar um Geldüberweisungen bitten – während WhatsApp auf dem Handy des Opfers völlig normal weiterfunktioniert. Diese Unsichtbarkeit des Betrugs macht die Masche besonders gefährlich.

Um zu überprüfen, ob der eigene Account bereits übernommen wurde, können Nutzer in WhatsApp unter „Profil“ → „Verknüpfte Geräte“ nachsehen. Sollte ein unbekanntes Gerät auftauchen, muss es sofort abgemeldet werden.

Zum Schutz rät die Polizei: Geben Sie niemals Links frei oder scannen Sie QR-Codes, wenn Sie nicht genau wissen, was sich dahinter verbirgt. Geben Sie keine Kopplungscodes oder Bestätigungen für Geräteverknüpfungen frei, die Sie nicht selbst ausgelöst haben. Bittet ein Angehöriger oder Freund plötzlich um Geld oder die Bestätigung eines Codes, rufen Sie diese Person an, um sich zu vergewissern, dass der Request tatsächlich von ihr stammt.

Ist bereits ein Schaden entstanden, sollten Betroffene Anzeige bei der Polizei erstatten.


Wie die Nachbarkreise dastehen

In Köln kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 1.492 Betrugsfälle. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen im Rhein-Erft-Kreis aus: 965 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 946.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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