Nach den Osterferien starteten am Montag, 13. April, wieder die Schulen in Paderborn. Polizeibeamte der Verkehrssicherheitsberatung und des Verkehrsdienstes überwachten zum Schulstart den Verkehr an der Grundschule in Lichtenau. Dabei kontrollierten sie Gefahrenstellen, gaben Verkehrstipps und ahndeten Verstöße.
Bereits vor den Ferien hatten die Beamten zwei Informationsbanner zur Schulwegsicherheit an Zäunen im Bereich der Grundschule angebracht. „Erwachsene sollten mit gutem Beispiel voran gehen und den Kindern das Hineinwachsen in den Straßenverkehr erleichtern. Um Gefährdungen und Unfälle zu verhindern, müssen Verkehrsregeln eingehalten werden. Ganz besonders in der Nähe von Schulen und Kindergärten ist besondere Rücksicht geboten“, erklärte Paul Soloducha aus der Verkehrsunfallprävention/Opferschutz der Direktion Verkehr.
Polizeihauptkommissar Soloducha zog eine positive Bilanz des Einsatzes. Viele Schüler erreichten die Schule zu Fuß, teilweise begleitet von Erwachsenen. Auch einige Schulbusse brachten Kinder zum Schulgelände. Nur wenige Autos fuhren durch die Kilianstraße, an der sich der Haupteingang der Grundschule befindet. Dort führten die Polizisten sechs Bürgergespräche über sogenannte „Elterntaxen“, die zulässige Höchstgeschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde und das bestehende absolute Halteverbot.
An der Husener Straße, wo sich der Schulhof befindet, führten die Beamten Geschwindigkeitskontrollen durch und ahndeten vier Verstöße. Darunter befanden sich zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen und zwei Verwarngelder wegen überhöhter Geschwindigkeit.
Die Polizei empfiehlt Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, etwas abgesetzt zu parken und die Kinder dann zu Fuß zum Schulhof zu begleiten. Dies entzerrt die Verkehrssituation und führt zu weniger Hektik und mehr Sicherheit. Alle Verkehrsteilnehmer sollten stets ein Vorbild sein und die Verkehrsregeln beachten. Zudem sollten Fehler von Kindern im Straßenverkehr einkalkuliert werden, da Kinder Situationen anders wahrnehmen als Erwachsene.
Im Jahr 2025 verunglückten neun Kinder bei Schulwegunfällen. Die Paderborner Polizei ruft daher zu besonderer Rücksichtnahme im Straßenverkehr und vor allem in der Nähe von Schulen und Kindergärten auf, um junge Verkehrsteilnehmer zu schützen.