Die Durchsuchung einer Privatwohnung in der Kieler Gutenbergstraße geht in die Fortsetzung. Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein (LKA SH) setzt am Dienstag, 11. August 2026, seine Ermittlungen fort, nachdem der Einsatz am Vortag wegen der Menge der sichergestellten Gegenstände nicht abgeschlossen werden konnte.
Ermittler des LKA SH hatten am Montagvormittag, 10. August 2026, mit der Durchsuchung des Mehrfamilienhauses begonnen. Nachbarn hatten am Sonntagabend eine offene Wohnungstür bemerkt und die Polizei gerufen. Der Bewohner war auch nach mehrfachem Klingeln und Klopfen nicht anzutreffen.
In der Wohnung stießen die Einsatzkräfte auf große Mengen verschiedener Chemikalien. Besonders auffällig: In der Küche befindet sich ein kleines Chemielabor mit Abzug. Die Ermittler durchsuchten auch den Dachbodenverschlag und den Kellerraum des Hauses. Die genaue Bewertung der sichergestellten Chemikalien und Gegenstände steht noch aus – dafür sind Chemiker des Kriminaltechnischen Instituts vor Ort.
Der Bewohner ist ein 52-jähriger Kieler mit deutscher Staatsangehörigkeit. Er ist der Polizei aus der Vergangenheit bereits bekannt. Ein Haftbefehl liegt gegen ihn nicht vor.
Wegen der vollgestellten und räumungsbedürftigen Wohnung konnte die Polizei gestern Abend nicht alle Arbeiten beenden. Die Lage war jedoch unter Kontrolle, sodass die übrigen Hausbewohner in ihren Wohnungen übernachten konnten. Beamte bewachten die Wohnung in der Nacht.
Neben den LKA-Ermittlern sind der Kampfmittelräumdienst, Fachchemiker und Einsatzkräfte der Polizeidirektion Kiel vor Ort. Der Bereich vor dem Haus musste zeitweise abgesperrt werden, der Verkehr wurde umgeleitet. Nach aktuellem Stand rechnet die Polizei damit, die Durchsuchung am Dienstag abschließen zu können.
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