Am Montag, den 5. Oktober, beginnen bundesweit Aktionstage gegen Taschendiebstahl. Die Polizei Münster und die Bundespolizei informieren gemeinsam am Dienstag, den 6. Oktober, von 10 bis 14 Uhr im Hauptbahnhof Münster über das Thema.
Taschendiebe nutzen gezielt Momente der Unaufmerksamkeit — im Supermarkt, in den Innenstädten oder überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen. Die Folgen für Opfer gehen weit über den materiellen Verlust hinaus. Ausweise und Schlüssel wieder zu beschaffen kostet Zeit und Geld. Sensible Daten und private Fotos im Smartphone geraten in fremde Hände. Im schlimmsten Fall werden Konten und Kreditkarten leergeräumt, mit dem Personalausweis werden Abonnements und Käufe getätigt. Neben dem finanziellen Schaden erleben viele Betroffene auch eine große psychische Belastung.
Die Polizisten geben am Aktionstag einfache und hilfreiche Tipps zum Schutz vor Taschendiebstählen. Weitere Informationen sind online abrufbar unter praevention.polizei.nrw und polizei-beratung.de.
Zusätzlich bietet die Polizei Münster am Dienstag am Hauptbahnhof, am Ausgang zum Bremer Platz, eine kostenlose Fahrradregistrierungs-Aktion an. Registrierte Fahrräder lassen sich sofort ihrem Besitzer zuordnen. Wer ein registriertes Fahrrad nutzt, das nicht auf seinen Namen läuft, ist erklärungspflichtig — das ist ein wirksames Mittel gegen Fahrraddiebstahl. Die Polizei bittet Interessierte, neben dem Fahrrad den Personalausweis und im Idealfall auch den Kaufbeleg zur kostenlosen Registrierung mitzubringen. Außerdem besteht unabhängig von dieser Aktion an jedem Tag rund um die Uhr die Möglichkeit, das Fahrrad an jeder Polizeiwache im Stadtgebiet registrieren zu lassen.
Taschendiebstähle in Nordrhein-Westfalen: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 35.011 Taschendiebstähle, das sind 194 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Nordrhein-Westfalen deutlich schlechter als der Bundesdurchschnitt, wo 113 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Taschendiebstahl in allen Formen.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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