Polizei stoppt manipuliertes E-Bike in Ammersbek – Fahrer droht Anzeige

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Ein Polizeibeamter hat am Dienstagmorgen auf der Lübecker Straße in Ammersbek einen Radfahrer auf einem manipulierten Elektrorad beobachtet. Der Mann fuhr deutlich schneller als die für Pedelecs zulässigen 25 km/h – und das ohne erforderliches Versicherungskennzeichen. Das sollte Folgen haben.

Der Beamte, der gerade mit seinem eigenen Pedelec zum Dienst unterwegs war, wurde von dem Mann überholt und bemerkte sofort, dass etwas nicht stimmte. Er informierte seine Kollegen, die den 44-jährigen Deutschen aus dem Kreis Stormarn vor der Polizeistation Ammersbek stoppten und kontrollierten.

Bei der Überprüfung stellte sich heraus: Das E-Bike war manipuliert worden. Die technischen Komponenten waren so verändert worden, dass die Motorunterstützung über die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h hinaus funktionierte. Zudem fehlte dem Fahrrad der erforderliche Haftpflichtversicherungsschutz völlig. In diesem Zustand durfte das Rad gar nicht im Straßenverkehr bewegt werden.

Dem Mann droht nun ein Ermittlungsverfahren – unter anderem wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

Die Polizei nutzt den Fall für eine Aufklärung: Es gibt erhebliche rechtliche und technische Unterschiede zwischen einem normalen Pedelec und einem sogenannten S-Pedelec. Ein Pedelec unterstützt den Motor bis 25 km/h und wird wie ein normales Fahrrad behandelt – keine Versicherung, kein Führerschein, kein Mindestalter erforderlich. Ein S-Pedelec hingegen unterstützt bis 45 km/h und gilt rechtlich als Kleinkraftrad. Hier sind ein Führerschein der Klasse AM, eine Versicherung, ein Versicherungskennzeichen und ein Mindestalter von 16 Jahren Pflicht.

Unsachgemäße Manipulationen sind gefährlich: Pedelecs sind vom Hersteller nur für eine Unterstützung bis 25 km/h ausgelegt. Bremsen, Motor und Rahmen sind genau darauf abgestimmt. Illegales Tuning kann dazu führen, dass der Motor überhitzt, die Bremsen ihre Wirkung verlieren oder tragende Teile brechen – mit möglicherweise schweren Unfällen als Folge. Die Polizei rät Verbrauchern, sich vor dem Kauf eines Elektrofahrrads genau über die geltenden Regelungen zu informieren und sich strikt an die gesetzlichen Vorgaben zu halten.

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