Die Polizei in Neubrandenburg warnt vor unseriösen Goldankäufern, die mit Flyern, Zeitungsbeilagen und Zeitungsanzeigen für vermeintlich attraktive Goldankauf-Angebote werben. Hinter den lukrativen Angeboten können betrügerische Absichten stecken.
Die Betrüger organisieren ihre Geschäfte häufig in kurzfristig angemieteten Räumlichkeiten wie Hotels, Seminarräumen oder Büroräumen. Sie treten professionell und vertrauenswürdig auf, um potenzielle Kunden zum Verkauf ihrer Wertgegenstände zu bewegen. Doch die versprochenen Preise bestätigen sich oft nicht. Betroffene erhalten deutlich weniger Geld als erwartet, lediglich eine Anzahlung oder Teilzahlung. Auch vorgetäuschte Überweisungen sind möglich. Nach dem Geschäft sind die Anbieter häufig nicht mehr erreichbar und haben die Räumlichkeiten bereits verlassen.
Seien Sie skeptisch, wenn der Goldankauf ausschließlich in kurzfristig angemieteten Räumlichkeiten stattfindet, ungewöhnlich hohe Ankaufspreise oder besonders attraktive Sofortangebote versprochen werden. Warnsignale sind auch, wenn Sie unter Zeitdruck gesetzt werden, lediglich eine Anzahlung oder Teilzahlung angeboten wird oder eine Überweisung als Zahlungsmethode vereinbart wird, das Geld aber noch nicht auf Ihrem Konto eingegangen ist.
Die Polizei rät: Informieren Sie sich vor einem Goldverkauf über den aktuellen Goldpreis und vergleichen Sie mehrere Angebote. Wenden Sie sich möglichst an etablierte und bekannte Edelmetallhändler. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen und prüfen Sie Angebote in Ruhe. Besprechen Sie größere Goldverkäufe vorab mit einer Vertrauensperson. Bestehen Sie auf eine vollständige und nachvollziehbare Abrechnung sowie auf eine sofortige Bezahlung. Übergeben Sie Ihre Wertgegenstände nicht, solange die vereinbarte Zahlung nicht sichergestellt ist. Bewahren Sie sämtliche Unterlagen zum Verkauf auf.
Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten und sämtliche Unterlagen wie Flyer, Verträge, Quittungen und Überweisungsbelege sichern. Auch Angaben zu den beteiligten Personen, zu Örtlichkeiten und zu möglichen Fahrzeugen können für die Ermittlungen hilfreich sein.
Wie die Nachbarkreise dastehen
Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 479 Betrugsfälle. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin aus: 638 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 584.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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