Polizei warnt vor Betrügern: Fake-Shops verkaufen Heizöl, das nie ankommt

(Symbolbild)

Mit sinkenden Temperaturen steigt bei vielen Haushalten der Bedarf an Heizöl. Wer dann im Internet nach günstigen Angeboten sucht, muss jedoch besonders aufpassen: Die Polizei warnt vor betrügerischen Online-Shops, die Heizöl zu auffallend niedrigen Preisen anbieten.

In den vergangenen Wochen haben sich bereits mehrere Geschädigte bei der Polizei gemeldet. Sie hatten Heizöl online bestellt, erhalten dann aber weder die Ware noch ihr Geld zurück. Die Masche ist nicht neu – immer wieder tauchen solche sogenannten Fake-Shops auf und nutzen die steigende Nachfrage nach Heizöl aus. Gerade mit Beginn der Herbst- und Wintermonate ist daher besondere Vorsicht geboten.

Die Betreiber dieser Fake-Shops täuschen Seriosität vor, indem sie Daten real existierender Unternehmen verwenden – teilweise echte Handelsregistereinträge, Adressen und Steuernummern. Diese Firmendaten stehen aber in keinem Zusammenhang mit dem betrügerischen Angebot.

Oft sind die gefälschten Shops sehr professionell gestaltet. Sie arbeiten mit gestohlenen Produktbildern, gefälschten Kundenbewertungen und unrealistisch niedrigen Preisen, um Vertrauen zu gewinnen.

Die Polizei rät Verbrauchern zu folgendem Verhalten: Seien Sie misstrauisch bei ungewöhnlich günstigen Heizöl-Preisen. Vergleichen Sie Preise und Angebote, um mögliche Preisfallen schneller zu erkennen. Recherchieren Sie im Internet, ob es Bewertungen zu diesem Shop auf Drittseiten gibt. Prüfen Sie das Impressum und die angegebenen Unternehmensdaten genau – bei aktiver Überprüfung zeigen diese oft andere Unternehmen oder Personen als Inhaber an. Nutzen Sie nur sichere Zahlungsmethoden wie Kreditkarte oder Rechnung. Vermeiden Sie Vorkasse oder Direktüberweisungen.

Die Verbraucherzentrale hat einen sogenannten Fakeshop-Finder bereitgestellt. Mit diesem Tool können Verbraucher überprüfen, ob ein Shop seriös ist. Der Finder ist unter www.verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder erreichbar. Die Verbraucherzentrale hat zudem bereits mehrere Fake-Shops namentlich aufgelistet und benannt – eine Liste findet sich unter https://s.rlp.de/ZP4MjFJ.

Wer bereits Geld an einen möglichen Fake-Shop überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank kontaktieren, um eine Rückbuchung zu prüfen. Parallel dazu sollte eine Strafanzeige bei der Polizei erstattet werden. Unternehmen, deren Daten ohne Zustimmung in betrügerischen Online-Shops verwendet werden, werden gebeten, dies der Polizei mitzuteilen.

Rückfragen beantwortet das Polizeipräsidium Trier. Kerstin Klein ist erreichbar unter der Telefonnummer 0651 983 40022 oder per E-Mail unter pptrier.presse@polizei.rlp.de.


Betrugsfälle in Rheinland-Pfalz: der Vergleich mit dem Bund

Die Polizei zählte 2025 landesweit 23.086 Betrugsfälle, das sind 559 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Rheinland-Pfalz besser als der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

» Weitere Polizeimeldungen aus Rheinland-Pfalz