Polizeieinsatz bei Versammlungen in Nürnberg: Flaschen und Eier fliegen

(Symbolbild)

Am Donnerstag fanden im Nürnberger Stadtteil Gostenhof zwei politische Versammlungen statt, die zu einem größeren Polizeieinsatz führten. Gegendemonstranten warfen Flaschen und Eier auf Teilnehmer und Polizistinnen und Polizisten.

Die Kundgebung mit dem Titel „Staatlich geförderten Terror – Antifa verbieten!“ fand ab 16:00 Uhr am Jamnitzerplatz statt. An der stationären Versammlung nahmen 15 Personen teil. Ab 15:00 Uhr sammelten sich in unmittelbarer Nähe mehrere Gegendemonstranten zu einer Spontanversammlung. In der Spitze nahmen rund 250 Personen an der Kundgebung teil.

Die Polizei setzte Sperrgitter ein, um einen ordnungsgemäßen Ablauf zu gewährleisten. Bereits vor Beginn der erstgenannten Versammlung versuchten Teilnehmer des Gegenprotests, auf die mit Sperrgittern abgetrennte Fläche am Jamnitzerplatz zu gelangen. Um dies zu verhindern, mussten die Polizistinnen und Polizisten hierbei vereinzelt unmittelbaren Zwang anwenden.

Während der Versammlungen warfen Gegendemonstranten immer wieder Flaschen und Eier auf beziehungsweise in Richtung der Versammlungsteilnehmer und Polizeibeamte. In einem Fall traf eine Glasflasche den Helm eines Polizisten. Verletzt wurde niemand. Die Beamten leiteten entsprechende Ermittlungsverfahren ein.

Des Weiteren versuchten opponierende Teilnehmer, die Sperrgitter auszuhängen. Auch hier musste die Polizei vereinzelt unmittelbaren Zwang anwenden. Gegen 18:00 Uhr war das Versammlungsgeschehen beendet.

Die Nürnberger Kriminalpolizei prüft nun im Nachgang, ob weitere Verstöße im Zusammenhang mit den Versammlungen vorliegen und übernimmt die Ermittlungen zu den geltend gemachten Straftaten. Unter der Leitung der Polizeiinspektion Nürnberg-West waren Kräfte der Polizeiinspektion Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken, der Bayerischen Bereitschaftspolizei sowie der Kriminalpolizei Nürnberg im Einsatz.

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