Bei einem größeren Polizeieinsatz am Dienstagmorgen im Ortenaukreis hat die Polizei vier Männer festgenommen. Sie sollen mit Betäubungsmitteln in großen Mengen gehandelt haben. Über 100 Beamte der Kriminalpolizei und des Polizeipräsidiums Einsatz waren an der Aktion beteiligt.
In den durchsuchten Wohnungen und Geschäftsräumen in Offenburg, der nördlichen Ortenau und im Kinzigtal fanden die Ermittler etwa 3.500 Gramm Kokain, etwa 2.300 Gramm Marihuana, etwa 1.800 Gramm Haschisch, etwa 800 Gramm Amphetamin, etwa 100 Gramm Ketamin und etwa 25 Gramm MDMA (eine synthetische Droge). Zusätzlich stellten sie Bargeld, verbotene Gegenstände und mehrere hochwertige Uhren sicher.
Die Ermittler führen seit dem Frühjahr 2026 Untersuchungen gegen eine Gruppierung deutscher und russischer Staatsbürger, die im Verdacht des Drogenhandels stehen.
Die Staatsanwaltschaft Offenburg beantragte Haftbefehle gegen vier Verdächtige: drei Deutsche und einen deutsch-russischen Staatsbürger im Alter von 21 bis 40 Jahren. Am Mittwoch wurden alle vier dem Amtsgericht Offenburg vorgeführt. Die Haftbefehle wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in großen Mengen wurden erlassen und sofort vollzogen. Die Tatverdächtigen wurden daraufhin in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.
Mehrere weitere Personen im Alter von 21 bis 64 Jahren waren vorläufig festgenommen worden. Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Offenburg ermitteln noch.
Rauschgiftdelikte in Baden-Württemberg: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 14.978 Rauschgiftdelikte, das sind 133 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Baden-Württemberg besser als der Bundesdurchschnitt, wo 192 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Rauschgiftdelikte, soweit sie nicht unter einer anderen Schlüsselzahl erfasst sind.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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