In Rahden ist eine ältere Frau Opfer eines Schockanrufs geworden. Täter riefen sie am Freitag, 9. Oktober 2026, mehrfach an. Ein Anrufer gab sich als ihr Sohn aus und berichtete von einem angeblichen Verkehrsunfall, für den dringend Geld nötig sei.
Kurz darauf kündigten die Täter an, dass jemand das Geld an der Wohnanschrift der Frau abholen werde. Die Seniorin übergab das Bargeld daraufhin an einen unbekannten Mann, der danach in unbekannte Richtung flüchtete. Am Abend bemerkte die Familie den Betrug und zeigte ihn der Polizei an.
Der Mann, der das Geld abholte, wird wie folgt beschrieben: männlich, etwa 160 bis 170 Zentimeter groß, schwarze Haare, schwarze Jacke.
Ermittlungen laufen — Zeugen gesucht
Die Kriminalpolizei sucht nach Zeugen, die am 9. Oktober 2026 in Rahden in den Bereichen Wagenfelder Straße, Varler Straße, Zur Friedenseiche, Buschhügel, Am Glockenstuhl und Am Großen Feld eine Person gesehen haben, auf die diese Beschreibung passt. Auch Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge sind willkommen. Die Polizei nimmt Informationen unter 0571 88660 entgegen.
Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche: Legen Sie sofort auf, wenn angebliche Verwandte anrufen und dringend Geld fordern. Die Polizei, die Staatsanwaltschaft und Ärzte verlangen am Telefon niemals Bargeld oder Wertsachen. Rufen Sie Angehörige stets unter einer bekannten Nummer zurück, bevor Sie handeln. Übergeben Sie Geld oder Wertgegenstände niemals an unbekannte Personen, lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen und sprechen Sie mit Vertrauenspersonen. Ältere Angehörige sollten regelmäßig auf diese Betrugsmasche hingewiesen werden. Bei Unsicherheit oder wenn Sie selbst einen solchen Anruf erhalten haben, wählen Sie den Notruf 110.
Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden
Von 1.448 Betrugsfällen im Landkreis Minden-Lübbecke konnte die Polizei 2025 1.069 aufklären, das sind 73,8 Prozent. Damit steht unser Kreis besser als das Land, wo 59,1 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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