Ein 22-Jähriger ist nach einem Raub in einer Bonner Wohnung festgenommen worden. Ein Richter erließ gegen ihn einen Untersuchungshaftbefehl. Das teilte die Polizei Bonn mit.
Der Mann hatte sich über ein Nachbarschaftsportal im Internet als Haushaltshilfe angeboten. Ein 68-jähriger Mann, der körperlich eingeschränkt ist, nahm über das Portal Kontakt zu ihm auf. Am Montag, dem 7. September 2026, gegen Mittag erschien der 22-Jährige in der Wohnung des Seniors in der Bonner Nordstadt. Nachdem er die vereinbarten Haushaltsarbeiten erledigt hatte, saßen die beiden zusammen und unterhielten sich. Plötzlich riss der 22-Jährige seinem Opfer eine Halskette vom Hals und ein Armband vom Handgelenk. Anschließend flüchtete er durch die Terrassentür mit der Beute.
Das Kriminalkommissariat 13 der Bonner Polizei nahm noch am selben Tag die Ermittlungen auf. Der polizeibekannte 22-Jährige geriet schnell in den Fokus. Bei einer richterlich angeordneten Wohnungsdurchsuchung am Mittwoch, dem 9. September 2026, zwei Tage nach der Tat, fanden die Beamten weder den Verdächtigen noch das Diebesgut.
Weitere Ermittlungen führten dazu, dass die Staatsanwaltschaft Bonn einen Untersuchungshaftbefehl erwirkte. Am Mittwoch, dem 16. September 2026, nahmen Einsatzkräfte des Kriminalkommissariats 34 den 22-Jährigen im Umfeld seiner Wohnanschrift in Bonn-Bad Godesberg fest. Ein Richter verkündete ihm noch am selben Tag den Haftbefehl.
Die Ermittler des Kriminalkommissariats 13 prüfen derzeit, ob der Mann für weitere ähnliche Fälle als Täter infrage kommt.
Hinweise der Bonner Polizei: Lassen Sie nach Möglichkeit keinen fremden Menschen in Ihre Wohnung. Sind Sie auf Hilfe im Haushalt angewiesen, wenden Sie sich an Nachbarn oder an soziale Dienste.
Raubdelikte in Bonn: der Vergleich mit Land und Bund
In Bonn zählte die Polizei 2025 261 Raubdelikte, das sind 81 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unsere Stadt schlechter als im restlichen Bundesland, wo 61 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 48.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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