Die Kriminalpolizeiinspektion Landshut hat am Mittwoch acht Wohnungen in den Landkreisen Landshut, Kelheim, Dingolfing-Landau sowie im Stadtgebiet Landshut durchsucht. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, kinderpornografische Foto- und Videomaterialien besessen und verbreitet zu haben.
Sieben Männer und eine Frau im Alter zwischen 16 und 58 Jahren sollen über Messenger-Dienste und Social-Media-Plattformen Dateien mit kinderpornografischen Inhalten erlangt beziehungsweise ins Internet hochgeladen haben. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler insgesamt drei Computer, zwei Tablets, zehn Mobiltelefone und weitere Speichermedien sicher, die nun ausgewertet werden.
Das Polizeipräsidium Niederbayern nutzt den Anlass, um Bürgern Verhaltenstipps zu geben. Wer kinderpornografische Inhalte im Internet entdeckt, soll die genaue Internetadresse aus dem Browser kopieren und der nächsten Polizeidienststelle mitteilen. Bei Funden in sozialen Netzwerken sollten der Link zur Profilseite und gegebenenfalls der Profilname des Nutzers notiert werden.
Die Polizei weist darauf hin, dass Kinderpornografie immer häufiger von Kindern und Jugendlichen selbst verbreitet wird. Eltern sollten ihre Kinder über verbotene und jugendgefährdende Inhalte im Internet aufklären, damit diese beispielsweise auf in Klassenchats verschickte Inhalte angemessen reagieren können.