Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihren Reformkurs konsequent fortzusetzen. Anlass für ihre Mahnung ist die aktuelle Herbstprognose der Wirtschaftsforschungsinstitute, über die Reiche im Interview mit der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe) spricht.
„Die gute Nachricht ist: Wir kommen aus der Stagnationsphase raus. Die Wirtschaft wächst, die Auftragsbestände nehmen zu und die Stimmung in den Unternehmen verbessert sich“, sagt die Ministerin optimistisch. Allerdings macht sie deutlich, auf welchen zwei Säulen dieses Wachstum derzeit ruht: „Der Export zieht an, insbesondere in Europa, und die beiden großen Sondervermögen für Infrastruktur und Verteidigung entfalten ihre Wirkung.“
Für die kommende Zeit sieht Reiche die zentrale Aufgabe darin, „aus diesen Impulsen einen dauerhaften, selbsttragenden Aufschwung zu machen“. Ein Problem dabei: Deutschland investiert seit Mitte der 1990er Jahre weniger als der Durchschnitt der OECD-Länder. „Wir brauchen dringend mehr private Investitionen“, betont Reiche. Deshalb müssen aus ihrer Sicht neben den staatlichen Investitionen in Infrastruktur, Verteidigung und Klimaschutz auch weitere Reformen vorangebracht werden: „Bei den sozialen Sicherungssystemen, auf dem Arbeitsmarkt und bei den Energiepreisen.“
Die Wirtschaftsministerin verweist auf Deutschlands Fähigkeit, gestärkt aus Krisen hervorzugehen. Ihr Ziel für 2030 ist klar: „Ein Deutschland, das wieder zur Wachstumslokomotive Europas wird.“ Dafür braucht es nach Reiches Überzeugung eine neue Aufbruchstimmung im Land, die Menschen Mut macht, zu investieren und Neues zu wagen. Mit einem Seitenhieb auf die Fußball-Bundesliga bringt sie ihr Anliegen auf den Punkt: „Wir brauchen mehr Klopp und weniger Nagelsmann.“
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.
Autor: dts Nachrichtenagentur