Das Saarland zeigt laut UFZ Dürremonitor eine zunehmend besorgniserregende Bodentrockenheit: Während sich in den zentralen Gebieten des Bundeslandes bereits schwere Dürre ausbreitet, bleiben nur noch einzelne Randregionen von ausreichender Bodenfeuchte verschont.

Besonders betroffen sind die mittleren Bereiche des Saarlandes, wo der Soil Moisture Index (SMI) tiefrot eingefärbt ist und damit außergewöhnliche Dürre anzeigt. Diese kritischen Zonen erstrecken sich schwerpunktmäßig über das zentrale Saarland und große Teile der östlichen Regionen. Deutlich entspannter ist die Lage hingegen in den westlichen und südwestlichen Gebieten, die noch gelb bis beige eingefärbt sind und somit normale bis leicht trockene Verhältnisse aufweisen.
Die geringen Niederschläge der vergangenen Woche von nur 8 Millimetern konnten die angespannte Bodenfeuchtesituation nicht verbessern. Auch die für die kommenden drei Tage prognostizierten 15,2 Millimeter Regen werden an der Dürresituation wenig ändern – denn nach wochenlanger Trockenheit sind die tieferen Bodenschichten stark ausgetrocknet und benötigen deutlich mehr und längerfristige Niederschläge, um sich wieder zu erholen.
Für die Landwirtschaft bedeuten diese Bedingungen erheblichen Stress: Besonders in den rot markierten Gebieten drohen Ernteausfälle bei Getreide und anderen Feldfrüchten. Auch die Forstwirtschaft muss mit erhöhter Waldbrandgefahr rechnen. Die Wasserversorgung steht vor Herausforderungen, da Grundwasserstände in den betroffenen Regionen weiter sinken könnten.
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