Sachsen: Extreme Dürre hält trotz Regen an – 07. Mai 2026

Die Dürresituation in Sachsen bleibt nach Angaben des UFZ-Dürremonitors äußerst angespannt. Weite Teile des Freistaats sind von schwerer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen, wobei die dunkelroten Flächen eine kritische Bodenfeuchte signalisieren.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders dramatisch ist die Lage im zentralen und östlichen Sachsen sowie in der Oberlausitz, wo der Soil Moisture Index außergewöhnlich niedrige Werte zeigt. Die Region um Dresden und Görlitz ist nahezu flächendeckend von extremer Trockenheit geprägt. Etwas entspannter stellt sich die Situation im südwestlichen Sachsen dar, wo vereinzelt noch gelbe und orange Bereiche moderate Dürrebedingungen anzeigen. Im äußersten Süden des Bundeslandes finden sich kleinere Gebiete mit noch ausreichender Bodenfeuchtigkeit.

Trotz der 31,4 Millimeter Niederschlag in der vergangenen Woche – ein durchaus respektabler Wert für die Jahreszeit – bleibt die Bodenfeuchte kritisch niedrig. Diese Regenmenge reicht nicht aus, um die tiefen Bodenschichten aufzufüllen, die für eine nachhaltige Verbesserung der Dürresituation erforderlich wären. Die erwarteten 7,1 Millimeter in den kommenden drei Tagen werden an dieser Lage wenig ändern können, da punktuelle Niederschläge die monatelang ausgetrockneten Böden nicht kurzfristig regenerieren können.

Für die Landwirtschaft bedeutet diese anhaltende Trockenheit erhebliche Herausforderungen bei der Frühjahrsbestellung und dem Wachstum der Sommerkulturen. Waldbrandgefahr und Stress für die Vegetation bleiben hoch, während die Wasserversorgung in betroffenen Gemeinden verstärkt überwacht werden muss. Besonders gefährdet sind flachgründige Böden und Standorte ohne Zugang zu tieferen Grundwasserreserven.

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