Schockanruf-Betrug in Bühl: Mutter übergibt 10.000 Euro

(Symbolbild)

Eine Mutter aus Sinzheim ist Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden und hat einem Betrüger 10.000 Euro in bar übergeben. Die Anrufer behaupteten, ihre Tochter hätte einen schweren Verkehrsunfall verursacht und eine Kaution sei fällig. Am Mittwoch vereinbarte die Frau daraufhin ein Treffen in der Rheinstraße in Bühl.

Kurz nach 14 Uhr übergab die Betroffene das Bargeld in einer Plastiktüte aus ihrem Auto heraus an eine unbekannte männliche Person. Der Geldabholer wird beschrieben als etwa 30 bis 35 Jahre alt mit arabischem Erscheinungsbild; er trug eine braune sportliche Jacke.

Wie sich später herausstellte, hatte die Tochter weder einen Unfall verursacht noch war eine Kaution tatsächlich fällig. Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Offenburg ermittelt nun und sucht Zeugen. Wer etwas Verdächtiges in der Rheinstraße beobachtet hat oder Angaben zu der beschriebenen Person machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0781 21-2820 beim Kriminaldauerdienst zu melden.

Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche: Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge oder Wertgegenstände bitten. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, etwa Polizisten, den Dienstausweis. Im Zweifelsfall rufen Sie bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson stammt – nutzen Sie aber nicht die Rückruffunktion, da Sie sonst wieder bei dem Anrufer landen könnten.

Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – legen Sie einfach auf. Legen Sie sofort auf, wenn Sie das Telefonat geheim halten sollen, schnelle Entscheidungen treffen sollen, Kontakt mit Fremden aufnehmen sollen oder Bargeld, Schmuck oder Wertgegenstände herausgeben sollen. Sprechen Sie mit Familie und Vertrauenspersonen über diese Betrugsarten.


Wie die Nachbarkreise dastehen

Im Landkreis Rastatt kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 559 Betrugsfälle. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen in Baden-Baden aus: 1.415 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 661.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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