Schockanruf in Bad Dürkheim: Frau um hohen Bargeldbetrag betrogen

(Symbolbild)

Am Dienstag, 27. Oktober 2026, ist eine Frau aus Bad Dürkheim Opfer eines Schockanrufs geworden. Zwischen 12 und 14 Uhr rief ein Unbekannter von einer unterdrückten Nummer an, gab sich als Arzt aus und behauptete, der Sohn der Frau leide an einer lebensgefährlichen Krankheit. Die Operation sei dringend nötig, um sein Leben zu retten. Für ein spezielles Medikament zur Behandlung werde ein sechsstelliger Betrag benötigt.

Die Betrüger setzten die Frau unter emotionalen Druck und brachten sie so dazu, ihre Vermögenswerte herauszugeben. An ihrer Wohnanschrift übergab sie später an zwei Täter einen hohen Bargeldbetrag.

Die Polizei sucht Zeugen, die am Dienstag, 27. Oktober 2026, zwischen 12 und 15 Uhr im Bereich der Apfelgasse, der Weinstraße und des Spielbergwegs in Bad Dürkheim verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ludwigshafen unter der Telefonnummer 0621 963-23312 oder per E-Mail an KDLudwigshafen.KI3.K31@polizei.rlp.de entgegen.

Viele Opfer von Telefonbetrügern leiden unter der Scham, die sie empfinden, wenn sie merken, dass sie auf die Tricks hereingefallen sind und möglicherweise erhebliche Teile ihrer Ersparnisse verloren haben. Dies hindert sie oft daran, sich jemandem anzuvertrauen. Dabei sollte klar sein: Die Opfer sind nicht allein und haben sich nicht leichtfertig täuschen lassen. Die Täter arbeiten äußerst trickreich und skrupellos und passen ihre Gesprächstaktiken ständig an.

Opfer von Straftaten und deren Angehörige können sich an die Opferschutzberatung wenden unter Telefon 0621 963-21160 und 0621 963-21162. Dort erhalten sie Unterstützung, Beratung und Tipps zur Bewältigung sowie Informationen zu Hilfeeinrichtungen und Opferrechten.

Kostenloses Beratungsangebot der Polizei

Die Polizei hat eine Telefonhotline zum Schutz vor Betrug eingerichtet. Unter der Nummer 0621 963-21177 können Bürger sich von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr kostenlos über Betrugsdelikte informieren. Dabei erfahren sie mehr über typische Betrugsmaschen und wie sie sich schützen können. Weitere Tipps finden sich unter https://s.rlp.de/93 oder www.polizei-beratung.de.

So schützen Sie sich vor Betrügern

Die Polizei rät zu folgenden Verhaltensweisen: Die Polizei kontaktiert Sie niemals unter der Nummer 110. Wenn Sie im Gespräch aufgefordert werden, die Rückruftaste zu nutzen und die 110 zu wählen, legen Sie auf und wählen die Nummer selbst. Geben Sie niemals persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum, Bankverbindungen oder Vermögensverhältnisse an fremde Personen heraus. Die Polizei schickt keine Zivilbeamten, um Geld oder Wertsachen abzuholen. Lassen Sie Ihre Telefonnummer aus Telefonverzeichnissen löschen. Melden Sie verdächtige Anrufe bei der nächsten Polizeidienststelle oder über die Onlinewache an.


Betrugsfälle im Landkreis Bad Dürkheim: der Vergleich mit Land und Bund

Im Landkreis Bad Dürkheim zählte die Polizei 2025 738 Betrugsfälle, das sind 549 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis fast genauso wie im Landesschnitt, wo 559 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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