In Zülpich ist ein Senior am Montag, 12. Oktober, zum Ziel von Betrügern geworden. Gegen 14 Uhr rief ein Unbekannter an und behauptete, die Tochter des Mannes habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um sie aus der Untersuchungshaft zu holen, sollte der Senior eine Kaution im oberen fünfstelligen Euro-Bereich zahlen.
Die Betrüger setzten auf Glaubwürdigkeit: Der Senior führte mehrere Telefonate, in denen sich die Anrufer als Polizistin, Richter und weinendes Familienmitglied ausgaben. Der Mann machte sich daraufhin auf den Weg zur Bank.
Doch eine Angehörige des Seniors wurde aufmerksam und unterrichtete ein weiteres Familienmitglied. Durch diesen Hinweis konnte der Betrug verhindert werden. Das Geld wurde nicht übergeben.
So schützen Sie sich vor Betrügern
Die Polizei Euskirchen warnt vor den derzeit gehäuften Betrugsmaschen und gibt folgende Tipps: Geben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen ab. Bedenken Sie: Polizei und Staatsanwaltschaft fordern niemals telefonisch die Zahlung einer Kaution oder die Herausgabe von Vermögenswerten. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen – Betrüger arbeiten gezielt mit Angst und Zeitdruck. Beenden Sie verdächtige Anrufe sofort. Im Zweifel nehmen Sie selbst Kontakt zu Angehörigen oder der örtlichen Polizeidienststelle auf, rufen Sie aber nicht die Nummer zurück, die Ihnen genannt wurde. Sprechen Sie auch mit älteren Angehörigen über diese Maschen und sensibilisieren Sie sie.
Betrugsfälle im Landkreis Euskirchen: der Vergleich mit Land und Bund
Im Landkreis Euskirchen zählte die Polizei 2025 1.440 Betrugsfälle, das sind 711 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis besser als im Landesschnitt, wo 946 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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