Schulanfang: Polizei verteilt Dank- und Denkzettel im Straßenverkehr

Dank- und Denkzettel

Mit Beginn des neuen Schuljahres 2026 hat die Polizei Andernach eine ungewöhnliche Verkehrssicherheitsaktion durchgeführt: Grundschüler vergaben selbst gestaltete Dank- und Denkzettel an Autofahrer – je nachdem, ob diese sich regelkonform oder rücksichtslos verhielten.

Die Aktion „Dank- und Denkzettel“ lief vom 14. August bis 18. August 2026 an drei Grundschulen: der Grundschule Hasenfänger Andernach, der Grundschule Christophorus Kärlich und der Grundschule Nickenich. Die Polizei Andernach führte sie zusammen mit der Bereitschaftspolizei, dem Ordnungsamt und den Schülern durch.

Hintergrund der Kampagne: Kinder gehören zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmenden. Aufgrund ihres Alters können sie Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht sicher einschätzen und werden wegen ihrer Körpergröße von anderen Fahrern leicht übersehen. Deshalb ist es entscheidend, dass Autofahrer im Umfeld von Schulen und Kindertagesstätten besonders aufmerksam fahren, ihre Geschwindigkeit anpassen und jederzeit mit unerwarteten Bewegungen von Kindern rechnen.

Die Kinder selbst wurden zu Botschaftern: Nach jeder Verkehrskontrolle sprachen sie die Autofahrer direkt auf ihr Verhalten an und überreichten ihnen einen Dankzettel für regelkonformes Fahren oder einen Denkzettel für Verstöße.

Insgesamt wurden 82 Fahrzeuge kontrolliert. 37 Fahrer erhielten einen Denkzettel – wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen, Halteverstößen, fehlender Sicherheitsgurte oder sonstigen Verstößen. 45 Autofahrer bekamen für vorbildliches Verhalten einen Dankzettel.

Ein besonderer Fall: Ein zwölfjähriges Kind fuhr auf einem E-Scooter, obwohl die gesetzliche Altersgrenze 14 Jahre beträgt. Es erhielt zusammen mit seinen Eltern einen Denkzettel, die Weiterfahrt wurde untersagt und der E-Scooter den Erziehungsberechtigten übergeben.

„Mit der Aktion möchte die Polizei das Bewusstsein dafür stärken, dass Verkehrssicherheit nicht allein durch Kontrollen und Sanktionen entsteht. Sie lebt vor allem davon, dass jeder Einzelne Verantwortung übernimmt“, erklärte Polizeioberrat Martin Hoch, Leiter der Polizeiinspektion Andernach.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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