Nach umfangreichen Ermittlungen haben Staatsanwaltschaft und Polizei vier dringend Tatverdächtige wegen eines schweren Raubüberfalls in Ravensburg festgenommen. Die Täter hatten Anfang Januar einen 63-Jährigen in seiner Wohnung überfallen und dabei erheblich verletzt.
In der Nacht auf Donnerstag, den 8. Januar 2026, verschafften sich zunächst unbekannte Personen gewaltsam Zutritt zu der Wohnung des 63-Jährigen in einem Mehrfamilienhaus im Stadtgebiet. Die Eindringlinge überraschten den Mann im Schlaf und schlugen auf ihn ein. Anschließend flüchteten sie mit mehreren hundert Euro Bargeld und mobilen Endgeräten.
Das Kriminalkommissariat Ravensburg führte mehrmonatige, aufwendige Ermittlungen durch. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen gingen die Beteiligten offenbar davon aus, dass der 63-Jährige über eine größere Bargeldsumme verfügt. Unter den Tatverdächtigen befindet sich eine flüchtig Bekannte des Geschädigten sowie drei weitere Personen im Alter von 30 bis 47 Jahren.
Die Staatsanwaltschaft Ravensburg beantragte daraufhin Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle. Vergangenen Donnerstag setzten die Behörden die Beschlüsse um und führten zeitgleich Durchsuchungen im Bereich Konstanz, Ulm und Weingarten durch. An den polizeilichen Maßnahmen waren neben den Beamten des Kriminalkommissariats Ravensburg und der Kriminalpolizei Friedrichshafen auch Einsatzkräfte der Kriminalpolizeidirektion Rottweil und Ulm beteiligt.
Bei den Durchsuchungsmaßnahmen stellten die Beamten Beweismittel sicher. In der Wohnung eines Tatverdächtigen fanden sie zusätzlich über ein Kilogramm Marihuana sowie mehrere tausend Euro Bargeld.
Am vergangenen Freitag wurden die 35-jährige russische Staatsangehörige sowie die drei weiteren dringend Tatverdächtigen einem Haftrichter vorgeführt, der die Haftbefehle in Vollzug setzte. Die Frau und die 47, 43 und 30 Jahre alten Männer mit türkischer, ukrainischer und moldauischer Staatsangehörigkeit wurden anschließend in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten gebracht.