Schwerer Verkehrsunfall auf A46: Mercedes-Fahrerin nach Kontrollverlust lebensgefährlich verletzt

(Symbolbild)

Eine 54-jährige Frau aus Olsberg ist am Montag bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A46 lebensgefährlich verletzt worden. Die Autofahrerin verlor kurz vor der Anschlussstelle Bestwig die Kontrolle über ihren Mercedes und prallte mehrfach gegen Schutzplanken.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befuhr die Olsbergerin gegen 14:05 Uhr die A46 in Richtung Hagen. Bei Regen kam sie nach links von der Fahrbahn ab und stieß mit der Mittelschutzplanke zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte das Auto über beide Fahrstreifen nach rechts gegen die Seitenschutzplanke, stieß von dort erneut über beide Fahrstreifen und kam schließlich an der Mittelschutzplanke zum Stehen.

Der starke Aufprall hatte dramatische Folgen: Der Motorblock riss aus dem Mercedes heraus und die Fahrzeugteile verteilten sich sowohl in Fahrtrichtung Hagen als auch auf der Gegenfahrbahn Richtung Brilon. Ein 47-jähriger Lkw-Fahrer aus Hagen, der zu diesem Zeitpunkt in Richtung Brilon unterwegs war, konnte den Zusammenstoß mit den Trümmerteilen nicht mehr verhindern. Auch eine 64-jährige Ford-Fahrerin aus Arnsberg, die in Richtung Hagen fuhr, konnte den Fahrzeugteilen nicht mehr ausweichen.

Die 54-Jährige wurde schwer verletzt, vor Ort konnte eine Lebensgefahr zunächst nicht ausgeschlossen werden. Ein Rettungswagen brachte sie in ein umliegendes Krankenhaus, wo die Lebensgefahr später ausgeschlossen werden konnte. Alle anderen Beteiligten blieben unverletzt.

Die Unfallaufnahme führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen: Die Richtungsfahrbahn Hagen musste an der Anschlussstelle Olsberg gesperrt werden, die Sperrung wurde gegen 19 Uhr aufgehoben. Zusätzlich war gegen 17 Uhr die Anschlussstelle Bestwig in Fahrtrichtung Hagen bis 18:36 Uhr gesperrt – Hintergrund war ein weiterer Verkehrsunfall, bei dem Sachschaden entstand, aber nach aktuellem Stand niemand verletzt wurde.

Der Mercedes musste abgeschleppt werden, während der Lkw und der Ford fahrbereit blieben. Der Sachschaden bewegt sich ersten Schätzungen zufolge im fünfstelligen Bereich. Im Rahmen der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise auf nicht angepasste Geschwindigkeit bei der starken Witterung mit Regen. Die weiteren Ermittlungen dazu dauern an. Ein Verkehrsunfallteam der Polizei nahm den Unfall vor Ort auf.

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