Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert die USA zu deutlich umfangreicheren Lieferungen von Patriot-Abfangraketen auf. Bislang habe die Ukraine nur ein Zehntel der notwendigen Raketen erhalten, um die massiv gestiegenen russischen Raketenangriffe abzuwehren, erklärte Selenskyj dem US-Nachrichtensender CNN.
Dabei würde ein Zehntel des aktuellen US-Bestands an Patriot-Raketen ausreichen, um sämtliche russischen Angriffe zu stoppen. Noch bescheidener sind die Anforderungen für die Wintermonate: Fünf Prozent des US-Bestands, so Selenskyj, genügten, um die Ukraine durch die kommenden kalten Monate zu bringen.
Die Begründung für diese Dringlichkeit ist besorgniserregend: Russland nutzt gezielt aus, dass die ukrainischen Bestände an Patriot-Abfangraketen nahezu aufgebraucht sind. In den letzten Wochen haben die russischen Angriffe stark zugenommen, besonders die Hauptstadt Kiew wird immer häufiger ins Visier genommen. Der Juli erwies sich als der tödlichste Monat für ukrainische Zivilisten seit April 2022.
Um diese Situation zu ändern, führt Selenskyj täglich intensive Gespräche mit den Verbündeten der Ukraine. Er setzt große Hoffnungen auf eine Lizenzerteilung durch die USA – die Herstellung von Abfangraketen auf ukrainischem Boden würde die Versorgung langfristig sichern. Allerdings bestehen Zweifel, ob US-Präsident Donald Trump diesen Schritt umsetzen wird.
Autor: dts Nachrichtenagentur