Ein Senior aus dem Kreis Euskirchen ist Opfer einer Betrugsmaschinerie geworden, die über die Social-Media-Plattform TikTok lief. Zwischen dem 31. Juli und dem 17. September überwies der Mann insgesamt einen Betrag im unteren fünfstelligen Euro-Bereich auf ausländische Konten.
Alles begann mit einer Werbeanzeige auf TikTok, in der damit geworben wurde, durch das Ansehen und positive Bewertung von kurzen Videos Geld verdienen zu können. Über einen dort angegebenen Messenger nahmen Täter Kontakt mit dem Senior auf und erklärten ihm, wie die vermeintliche Geldverdienung funktionieren sollte. Im nächsten Schritt forderten sie ihn auf, zunächst selbst Geld zu investieren.
Der Senior kam dieser Aufforderung nach und überwies mehrfach Geld auf die ausländischen Konten. Als vermeintliche Gegenleistung bekam er anfangs ein- oder zweimal kleinere Beträge im unteren zweistelligen Euro-Bereich zurück – ein klassischer Trick, um Vertrauen aufzubauen.
Als die Täter den Mann dann zu weiteren Zahlungen aufforderten, schöpfte er Verdacht. Er konfrontierte die Verantwortlichen mit seinem Argwohn. Daraufhin drohten die Täter ihm mit einer Klage, falls er Anzeige erstatten würde. Der Senior ließ sich von dieser Einschüchterung jedoch nicht abschrecken und wandte sich an die Polizei Euskirchen.
Die Polizei warnt ausdrücklich vor solchen Angeboten in sozialen Netzwerken. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn zunächst eigenes Geld investiert oder auf ausländische Konten überwiesen werden soll. Seriöse Anbieter verlangen keine Vorauszahlungen. Auch anfängliche kleine Auszahlungen sind häufig Teil der Masche und sollen bei den Opfern Vertrauen schaffen.
Wer über soziale Netzwerke oder Messenger zu Geldzahlungen aufgefordert wird, sollte nicht auf diese Forderungen eingehen. Die Polizei empfiehlt, den Kontakt abzubrechen, Nachrichten und Zahlungsbelege zu sichern und sich unverzüglich an die Polizei zu wenden. Drohungen der Täter sollten niemanden davon abhalten, den Fall zur Anzeige zu bringen.
Betrugsfälle in Nordrhein-Westfalen: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 170.651 Betrugsfälle, das sind 946 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Nordrhein-Westfalen schlechter als der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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