Seniorin durch Schockanruf um Schmuck betrogen – Polizei fahndet nach Abholerin

(Symbolbild)

In Mülheim an der Ruhr ist eine 83-Jährige Opfer von Betrügern geworden, die sich einen perfiden Trick einfallen ließen. Am Mittwochnachmittag (14. Oktober) riefen sie die Seniorin an und brachten sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen um ihren Schmuck.

Kurz nach 15 Uhr meldete sich am Telefon ein vermeintlicher Arzt eines Essener Klinikums. Er behauptete, die Tochter der Seniorin leide an Krebs im Endstadium. Es gebe zwar eine vielversprechende Behandlungsmethode, diese sei aber sehr teuer. Um die vermeintliche Behandlung zu finanzieren, forderte der Anrufer Sachwerte oder Bargeld an und versprach, diese abholen zu lassen.

Gegen 16 Uhr erschien tatsächlich eine Frau am Haus in der Oberstraße und holte den bereitgelegten Schmuck ab. Der Betrug flog auf, als die Seniorin daraufhin mit ihrer Tochter telefonierte und erfuhr, dass diese gesund ist.

Die Polizei sucht die Abholerin als Tatverdächtige. Sie wird beschrieben als etwa 1,50 bis 1,60 Meter groß, circa 30 Jahre alt, mit langen schwarzen Haaren und südosteuropäischem Aussehen. Sie hat eine normale Statur und trug eine blaue Jeans, einen hellen Pullover mit blauen Streifen sowie eine schwarze Henkeltasche.

Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Essen unter der Telefonnummer 0201/829-0 oder per E-Mail an hinweise.essen@polizei.nrw.de zu melden.

So schützen Sie sich vor Schockanrufen

Die Polizei warnt erneut vor dieser Masche und empfiehlt: Klären Sie ältere Verwandte, Bekannte und Freunde über solche Betrügereien auf. Hängen Sie einen Merkzettel mit wichtigen Verhaltenshinweisen in Telefonnähe auf. Die Polizei stellt dazu einen Flyer zur Verfügung, den Sie ausdrucken und als Gedankenstütze nutzen können. Mehr Informationen finden Sie auf der Website der Polizei Essen.


Betrugsfälle in Mülheim an der Ruhr: der Vergleich mit Land und Bund

In Mülheim an der Ruhr zählte die Polizei 2025 1.617 Betrugsfälle, das sind 934 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unsere Stadt fast genauso wie im Landesschnitt, wo 946 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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