Eine 88-jährige Hilderin ist Opfer eines Schockanrufs geworden. Eine unbekannte Betrügerin gab sich am Telefon als Angehörige aus und behauptete, in einen schweren Unfall verwickelt zu sein. Die Anruferin setzte die Seniorin derart unter Druck, dass diese die Geschichte glaubte.
Gegen 9 Uhr begann der Anruf. Die Betrügerin erklärte der 88-Jährigen, dass durch den angeblichen Unfall hohe Kosten entstanden seien, die sie sofort bezahlen müsse. Die Seniorin war so verunsichert, dass sie sich zur Zahlung bereit erklärte.
Gegen 11 Uhr klingelte es an der Haustür im Bereich der Richrather Straße. Ein Mann stellte sich als Krankenhaus-Mitarbeiter vor und nahm eine niedrige vierstellige Summe Bargeld entgegen. Erst danach fiel der Betrug auf.
Ein Angehöriger der Seniorin verständigte daraufhin die Polizei, die die Ermittlungen aufnahm.
Ermittlungen laufen — Zeugen gesucht
Die Polizei sucht Zeugen, die zur Tatzeit im Bereich der Richrather Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Die Wache Hilden nimmt Hinweise unter 02103 898-6410 entgegen.
So schützen Sie sich vor Schockanrufen
Sprechen Sie mit Angehörigen und Nachbarn, wenn Sie verdächtige Anrufe erhalten. Erkundigen Sie sich persönlich nach Ihren Verwandten, wenn diese angeblich in einen Unfall verwickelt sein sollen. Krankenhäuser, Staatsanwaltschaften und Polizei fordern niemals Kautionszahlungen am Telefon oder nehmen Bargeld entgegen. Lassen Sie fremde Personen nicht in Ihr Haus und rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter 110 an.
Wie sich die Zahlen entwickelt haben
Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Nordrhein-Westfalen um 4,6 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 170.651 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 59,1 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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