Seniorin mit Schockanruf um Schmuck betrogen

(Symbolbild)

Mit einer erfundenen Geschichte haben Unbekannte am 7. Oktober eine Seniorin in Hürth-Stotzheim um Schmuck betrogen. Die Polizei Rhein-Erft-Kreis sucht nun nach einem Tatverdächtigen und Zeugen.

Gegen 12 Uhr riefen die Betrüger bei der Frau an. Im Hintergrund waren Schreie zu hören. Die Anrufer behaupteten, die Tochter der Seniorin liege im Krankenhaus und benötige eine teure Therapie im Ausland. Im Laufe des Tages riefen sie mehrfach an und setzten die Frau zunehmend unter Druck. Dabei fragten sie auch nach Schmuck.

Gegen 21.15 Uhr erschien ein Mann an der Haustür der Geschädigten im Bereich der Decksteiner Straße. Die Seniorin übergab ihm ihren Schmuck. Laut den Telefonbetrügern sollte der Mann den Wert schätzen und ihr den Schmuck in den kommenden Tagen zurückbringen. Am nächsten Morgen verständigte die Seniorin die Polizei.

Der Tatverdächtige ist etwa 50 Jahre alt und circa 175 Zentimeter groß. Er hat dunkle Haare und eine Glatze im vorderen Kopfbereich. Das Kriminalkommissariat 12 hat die Ermittlungen aufgenommen.

Hinweise zum Schutz vor Schockanrufen

Die Polizei warnt: Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und bleiben Sie skeptisch. Geben Sie keine Informationen zu Wertgegenständen, Bargeldbeständen oder Bankkonten an Anrufer heraus. Polizeibeamte, Staatsanwälte und andere Amtsträger sowie Bankmitarbeitende oder Ärzte verlangen niemals die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen. Beenden Sie das Gespräch und legen Sie selbst auf. Lassen Sie Unbekannte nicht in Ihre Wohnung und übergeben Sie kein Geld oder Wertgegenstände an Fremde. Informieren Sie die Polizei unter der Notrufnummer 110 über derartige Vorfälle.

Zeugen oder Personen mit Hinweisen zum Tatverdächtigen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden: Telefonisch unter 02271 81-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de


Wie sich die Zahlen entwickelt haben

Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Nordrhein-Westfalen um 4,6 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 170.651 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 59,1 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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