Silvester in Düsseldorf: Hohe Einsatzbereitschaft der Polizei sorgt für sichere Feierlichkeiten

Die Polizei Düsseldorf zieht eine erste Bilanz der Silvesternacht in der Landeshauptstadt. Mehrere Hundert Beamtinnen und Beamte waren deutlich präsent und sorgten für sichere Silvesterfeierlichkeiten. Der Schwerpunkt lag wie in den vergangenen Jahren in der Altstadt und am Rheinufer; auch im Stadtgebiet war die Präsenz deutlich sichtbar. Insgesamt war die Nacht von einer hohen Einsatzintensität geprägt.

Bei kühlen, aber meist trockenen Witterungsverhältnissen war der Altstadtbereich zu Beginn des Abends eher mäßig frequentiert. Gegen 21:30 Uhr setzte ein stetiger Zulauf ein, der sich kurz vor Mitternacht noch einmal verstärkte. Eine Vielzahl von Besuchern wollte auf der Freitreppe und am Burgplatz ins neue Jahr hineinfeiern. Um 00:00 Uhr waren Burgplatz und Freitreppenbereiche nahezu ausgelastet. Dabei wurden mehrfach Verstöße gegen das Mitführ- und Abbrennverbot von Feuerwerkskörpern festgestellt. Aufgrund der dicht gedrängten Menschenmassen konnte nicht jedes widerrechtliche Abbrennen von Pyrotechnik sofort unterbunden und geahndet werden.

Kurz nach dem Jahreswechsel setzte eine deutliche Abwanderungstendenz von der Freitreppe und dem Burgplatz ein. Mit zunehmendem Alkoholisierungsgrad der Altstadtgäste wurde die Stimmung spürbar aggressiver. Immer wieder entzündeten sich Streitigkeiten und Körperverletzungsdelikte, vereinzelt wurden Randalierer gemeldet. Die Einsatzteams schritten, wo immer es möglich war, frühzeitig ein und verhinderten so weitere Eskalationen und Straftaten.

Um 04:20 Uhr kam es auf der Bolkerstraße zu einem versuchten Tötungsdelikt. Polizeibeamte nahmen den 17-jährigen Haupttatverdächtigen sowie zwei weitere Beteiligte in Tatortnähe fest, eine Mordkommission wurde eingerichtet. Rettungskräfte brachten den mutmaßlichen Haupttäter und den Geschädigten in ein Krankenhaus. Siehe gemeinsame Pressemeldung von Staatsanwaltschaft und Polizei Düsseldorf.

Für die Bewältigung der Einsatzlage wurden mehrere mobile Videoanlagen aus dem Landesbestand der Polizei NRW angefordert und unter anderem am Rheinufer aufgestellt. Auch im Bereich der Potsdamer Straße und der Fürstenberger Straße in Hassels wurden entsprechende Kameratürme installiert. Zudem wurden Beweissicherungs- und Festnahmeeeinheiten der Polizei NRW im Stadtgebiet eingesetzt.

Zur Regelung des Straßenverkehrs, insbesondere auf der Heinrich-Heine-Allee, wurde das bewährte Konzept aus festen Sperren und Bedarfsumleitungen umgesetzt. Sowohl auf der Oberkasseler Brücke als auch auf der Rheinkniebrücke wollten kurz vor Mitternacht erneut zahlreiche Verkehrsteilnehmer widerrechtlich ihre Fahrzeuge parken, um offenkundig das Feuerwerk zu beobachten. Polizisten des Einsatzabschnittes Verkehr konnten durch verkehrsregelnde Maßnahmen und Ahndung des verbotswidrigen Verhaltens Schlimmeres verhindern.

Auch im weiteren Stadtgebiet schritten die polizeilichen Einsatzkräfte an zahlreichen Örtlichkeiten niederschwellig und robust ein und verhinderten die weiteren Eskalationen von Streitigkeiten.

„Zusammenfassend hatten wir eine ruhigere Silvesternacht als beim Jahreswechsel 2024/2025. Wichtig ist mir vor allem: wir hatten keine verletzten Kolleginnen und Kollegen und auch bei Rettungskräften sind uns bislang keine Übergriffe bekannt geworden. Die Einsatzteams sind im gesamten Stadtbereich sehr niederschwellig, konsequent und robust gegen potentielle Störer vorgegangen. Insofern ist unsere Einsatzkonzeption als Erfolg zu werten. Einziger Wermutstropfen bleibt das versuchte Tötungsdelikt am Bolker Stern am Neujahrsmorgen“, so der Polizeiführer des Silvestereinsatzes, Polizeidirektor Oliver Strudthoff.

Hier die vorläufige Bilanz für den Einsatz zum Jahreswechsel 2025/2026 in Zahlen (Mittwoch, 31.12.2025, 19:00 Uhr bis Donnerstag, 01.01.2026, 07:40 Uhr):
Gegen 125 (Vorjahr: 74) Personen wurden Platzverweise ausgesprochen.
17 Personen (8) wurden in Gewahrsam genommen.
Bislang sind 14 Körperverletzungsdelikte (26) sowie 2 (8) Taschendiebstähle registriert.
Insgesamt fertigten die Polizeibeamten 25 Strafanzeigen.