Eine 21-jährige Autofahrerin ist am späten Montagabend, 3. August, in Sankt Augustin verunglückt, weil die nasse Fahrbahn rutschig war. Beim Rechtsabbiegen von der Meindorfer Straße in die Mittelstraße geriet ihr Audi ins Schleudern und prallte gegen den Bordstein. Die junge Frau erlitt leichte Verletzungen.
Verantwortlich war ein Phänomen, das viele Autofahrer unterschätzen: die sogenannte Sommerglätte. Sie entsteht nach einem Sommerregen, wenn Staub, Pollen, Ruß und Reifenabrieb mit Wasser einen rutschigen Film auf der Straße bilden. Dieser Film reduziert die Reifenhaftung auf etwa 20 Prozent des Normalwerts – ähnlich gefährlich wie Schnee und Eis.
Die Auswirkungen sind erheblich: Motorrad-, Roller- und Fahrradfahrer riskieren bei Brems- oder Lenkmanövern Stürze. Autofahrer müssen mit einem längeren Bremsweg und unkontrolliertem Ausbrechen in Kurven rechnen – wie der Unfall in Sankt Augustin zeigt.
Die Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis weist darauf hin, wie sich Autofahrer schützen können: Geschwindigkeit reduzieren, sanft lenken und bremsen, Abstand halten. Diese Regeln sind nach einem Sommerregen mindestens genauso wichtig wie bei Schneefall.
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