Die SPD-Fraktion bringt einen Antrag in die Bezirksvertretung Innenstadt ein, der am 17. September beraten wird. Die Fraktion fordert die Verwaltung auf, die Straßen an der Deutzer Freiheit neu zu gestalten.
Konkret sollen alle Kreuzungsbereiche von Tischen, Stühlen und Blumenkästen befreit werden. Auch Fahrradständer in den Kreuzungsbereichen sollen entfernt werden. Die SPD möchte zudem, dass Parkplätze zu Abstellplätzen für Fahrräder und Roller werden. Zwischen den Außengastronomie-Flächen sollen ausreichend Durchgangsmöglichkeiten für Fußgänger geschaffen werden — besonders zwischen Tempelstraße und Mathildenstraße, wo derzeit kein Durchkommen möglich ist. Die Kreuzungsbereiche sollen farblich markiert und mit Verbots- beziehungsweise Gebotszeichen versehen werden.
Zur Begründung heißt es im Antrag: Bei einem Mediationsverfahren und einem Fachgespräch am 8. Juli 2026 im Bürgerzentrum Deutz hätten sich Deutzer Bürgerinnen und Bürger sowie Geschäftsleute auf kurzfristige und langfristige Maßnahmen geeinigt. Das Problem liegt nach Darstellung der SPD darin, dass Gastronomie-Mobiliar in den Kreuzungsbereichen Fußgänger behindert. Dies gefährde besonders Menschen mit Behinderungen, Eltern mit Kinderwagen und Kinder. Auch die Sicht für Auto-, Fahrrad- und Rollerfahrer sei eingeschränkt. An einigen Kreuzungen machten Fahrradständer ein Vorbeikommen unmöglich, ohne die Fahrbahn zu betreten.
Die SPD verweist auf das Gestaltungshandbuch der Stadt Köln, das vorgibt, dass Gehwege von Mobiliar freigehalten werden müssen und dass auch Gastronomie-Möbel sinnvoll angeordnet sein sollen, um nicht zum Hindernis zu werden.
Maike Hiller, Politikredaktion NRW