Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat zusammen mit italienischen, spanischen und Schweizer Behörden einen internationalen Falschgeldring zerschlagen. Bei einer von Europol koordinierten Durchsuchungsaktion am 9. September wurden sechs Haftbefehle vollstreckt, Waffen, Drogen, Falschgeld und Wertgegenstände sichergestellt. Die Ermittlungen richteten sich gegen mutmaßliche Angehörige der Camorra, einer italienischen Mafia-Organisation.
Die Ermittlungen begannen im November 2021, als die Polizei in Baden-Württemberg einen 47-jährigen Italiener verhaftete, nach dem international gefahndet wurde. Ihm wurde vorgeworfen, der Camorra anzugehören und in Falschgeldhandel, Geldwäsche und Drogenverkehr verwickelt zu sein. Nach seiner Auslieferung nach Italien wurde er im Frühjahr 2022 wieder freigelassen und stand daraufhin in Verbindung mit weiteren Verdächtigen.
Im Kern der Ermittlungen standen zwei Restaurantbetreiber im Alter von 49 und 44 Jahren, ebenfalls Italiener. In ihren Stuttgarter Restaurants soll mit Falschgeld und Drogen gehandelt worden sein. Der 47-Jährige schmuggelte das Falschgeld der Ermittler zufolge bei mehreren Fahrten von Neapel nach Deutschland. Das Falschgeld hatte einen Nennwert von mehreren Hunderttausenden Euro.
Die gefälschten Banknoten wurden zunächst in einem Schmuckgeschäft im Rems-Murr-Kreis zwischengelagert, das ein 35-jähriger Türke betrieb. Bereits 2024 war dort bei einer Durchsuchung eine geringe Menge Falschgeld gefunden worden. Ein 42-jähriger Italiener tätigte mit den gefälschten Euro-Scheinen zahlreiche Einkäufe. Im Herbst 2025 tauchte dieser Mann unter, nachdem gegen ihn wegen Gewaltdelikten gegen seine Lebensgefährtin ermittelt wurde. Die Polizei lokalisierte und verhaftete ihn schließlich im Bereich Offenburg.
Ein weiterer 42-jähriger Italiener in Neapel war Lieferant des Falschgelds. Im Zuge der Ermittlungen setzte er sich nach Spanien ab. Spanische Behörden nahmen ihn bei der Durchsuchungsaktion in seinem Haus auf Gran Canaria fest. Ein in Bern lebender Mann mit syrischer Staatsangehörigkeit, der als Drogenbeschaffer tätig war, wurde durch die Schweizer Polizei überprüft.
Am 9. September durchsuchten die Einsatzkräfte zeitgleich 14 Wohn- und Gewerbeobjekte in Stuttgart, dem Rems-Murr-Kreis, Neapel, Bern und auf Gran Canaria. Sie stellten Falschgeld, Betäubungsmittel, Waffen, Mobiltelefone und Datenträger sicher. Fünf der beschuldigten Männer sitzen in Untersuchungshaft. Der 42-Jährige aus Spanien wurde gegen Auflagen entlassen. Die Ermittlungen standen unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und wurden vom EU-finanzierten @ON-Netzwerk unter Federführung der italienischen Direktion für Anti-Mafia-Ermittlungen unterstützt.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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