Eine 26-jährige Frau aus dem Kreis Paderborn ist am Mittwochnachmittag, 5. August, Opfer von Telefonbetrügern geworden, die sich als Bankmitarbeiter ausgaben. Die Betrüger erbeuteten eine Summe im höheren vierstelligen Bereich von ihrem Konto.
Gegen 16.00 Uhr erhielt die junge Frau einen Anruf einer Frau, die sich als „Claudia Schober“ ausgab und akzentfreies Deutsch sprach. Die angebliche Mitarbeiterin eines Kreditinstitutes behauptete, dass von ihrem Konto mehrere unbekannte Überweisungen getätigt worden seien. Sie forderte die 26-Jährige auf, ihre Kontodaten sowie die PIN preiszugeben. Die Geschädigte teilte die sensiblen Daten mit und bestätigte auf Anforderung auch eine Benachrichtigung im Online-Banking.
Danach folgte der Schock: Von ihrem Konto war bereits eine hohe vierstellige Summe abgebucht worden. Insgesamt führte die Betrügerin über einen Zeitraum von zwei Stunden sechsmal Telefonkontakt mit der Frau. Nach Entdeckung des Betrugs kontaktierte die Geschädigte umgehend die Polizei und ihre Bank. Eine Stornierung der Überweisung ist bislang nicht möglich gewesen.
Die Kreispolizeibehörde Paderborn warnt ausdrücklich: Wenn ein Kreditinstitut anruft und verspricht, Ihr Geld schützen zu wollen, legen Sie sofort auf. Nutzen Sie nicht die Wahlwiederholung, sondern kontaktieren Sie Ihre Bank unter einer bekannten Rufnummer und lassen sich mit Ihrem vertrauten Bankberatenden verbinden. Telefonbetrug trifft nicht nur ältere Menschen – jeder, egal ob jung oder alt, kann auf diese Masche hereinfallen.
Die Paderborner Polizei bekämpft Telefonbetrug in mehreren Bereichen. Dazu gehört auch die breit angelegte Kampagne „Geschockt am Telefon? – Auflegen!“. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website der Kreispolizeibehörde Paderborn unter https://paderborn.polizei.nrw/artikel/geschockt-am-telefon-auflegen
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