Thüringen: Deutliche Trockenheit im Süden, normale Bodenfeuchte im Norden – UFZ-Bericht vom 14. Mai 2026

Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Thüringen ein geteiltes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während der Norden des Bundeslandes überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, verzeichnet der Süden deutliche Trockenheit mit schwerer Dürre in mehreren Bereichen.

Aktuelle Dürrekarte Thüringen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Thüringen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional betrachtet zeigt sich eine klare Nord-Süd-Teilung: Die nördlichen und nordwestlichen Gebiete Thüringens weisen normale Bodenfeuchte auf und sind auf der Karte grün bis blau dargestellt. Im Gegensatz dazu dominieren in der südlichen Landeshälfte orange bis rote Bereiche, die moderate bis schwere Dürre anzeigen. Besonders betroffen sind Gebiete im Süden und Südosten, wo großflächig rote Bereiche sichtbar sind, die einer schweren Dürre entsprechen – einem statistischen Ereignis, das etwa alle 20 Jahre auftritt.

Die UFZ-Karte stellt ein 14-Tage-gleitendes Mittel dar und wird wöchentlich aktualisiert. Mit 14,5 mm Niederschlag in den vergangenen sieben Tagen bei milden Durchschnittstemperaturen von 8,9°C haben sich die oberflächennahen Bodenschichten teilweise erholt. Der träge reagierende Gesamtboden zeigt jedoch noch die Auswirkungen der vorangegangenen Trockenperiode. Die kommenden drei Tage bringen keinen Niederschlag bei Höchsttemperaturen um 16,1°C.

Für die Landwirtschaft in den betroffenen südlichen Regionen bedeutet die schwere Dürre im Gesamtboden eine spürbare Belastung der Wasserreserven. Während die oberflächennahen Schichten von den jüngsten Niederschlägen profitiert haben, bleiben die tieferen Bodenschichten trocken. Dies kann die Wasserversorgung tiefwurzelnder Kulturen beeinträchtigen. Waldgebiete in den roten Bereichen stehen unter erhöhtem Trockenstress.

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