Sachsen: Schwere Dürre dominiert weite Landesteile – UFZ-Monitor zeigt gespaltene Lage am 5. Juni

Die aktuelle UFZ-Dürremonitoringkarte für Sachsen zeigt eine gespaltene Bodenfeuchtesituation: Während große Bereiche in der Mitte und im Osten des Freistaats von schwerer Dürre betroffen sind, weisen westliche Gebiete teilweise normale bis leicht trockene Verhältnisse auf. Der UFZ-Dürremotitor, der wöchentlich aktualisiert wird und ein 14-Tage-gleitendes Mittel darstellt, dokumentiert für weite Teile Sachsens die rote Klassifikation der schweren Dürre.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigt sich ein deutliches West-Ost-Gefälle: Die westlichen Regionen um Vogtland und Erzgebirge weisen überwiegend normale bis ungewöhnlich trockene Bedingungen auf, während sich die schwere Dürre von der Mitte des Landes bis in den Osten erstreckt. Besonders betroffen sind die Regionen um Dresden und die Lausitz, wo teilweise extreme Dürre sichtbar wird. Im nördlichen Sachsen dominieren ebenfalls die roten Bereiche schwerer Dürre.

Die aktuellen Wetterdaten zeigen moderate Niederschläge von 19,2 mm in den vergangenen sieben Tagen bei Durchschnittstemperaturen von 17,2°C. Da der UFZ-Monitor den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe erfasst, reagiert dieser träge auf kurzfristige Niederschläge. Die jüngsten Regenfälle haben daher noch keine Entspannung für den tieferen Bodenbereich gebracht. Für die kommenden drei Tage werden weitere 5,2 mm Niederschlag bei Höchsttemperaturen um 24,3°C erwartet.

Die schwere Dürre bedeutet für die Landwirtschaft eine verschärfte Situation bei der Wasserversorgung der Kulturen. Waldbestände sind ebenfalls betroffen, da die tiefen Bodenschichten, auf die Bäume angewiesen sind, nur langsam Feuchtigkeit aufnehmen. Die Wasserversorgung in den betroffenen Gebieten erfordert verstärkte Aufmerksamkeit der Behörden.

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