Weite Teile Thüringens leiden unter anhaltender Dürre, wie der aktuelle UFZ Dürremonitor vom 4. Mai zeigt. Besonders dramatisch ist die Lage im Süden und Osten des Freistaats, wo tiefrot eingefärbte Gebiete außergewöhnliche Dürre signalisieren.

Die Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung offenbart ein besorgniserregendes Bild: Während der Nordwesten Thüringens noch vereinzelt gelbe Bereiche mit mäßiger Bodenfeuchtigkeit aufweist, dominieren im südlichen und östlichen Landesteil die roten bis tiefroten Farbtöne. Diese zeigen schwere bis außergewöhnliche Dürre an. Besonders betroffen sind die Regionen um den Thüringer Wald und das Thüringer Becken sowie weite Teile Ostthüringens.
Die Niederschläge der vergangenen Woche von durchschnittlich 23,8 Millimeter bringen nur begrenzte Entlastung für die ausgetrockneten Böden. Auch die für die kommenden drei Tage prognostizierten 20,9 Millimeter Regen werden die tieferliegenden Bodenschichten kaum erreichen. Denn oberflächlicher Niederschlag kann die über Monate entstandenen Wasserdefizite in den unteren Bodenhorizonten nicht kurzfristig ausgleichen – das Wasser versickert nur langsam und erreicht oft nicht die tieferen Wurzelzonen der Pflanzen.
Für die Landwirtschaft bedeutet die anhaltende Trockenheit erhebliche Herausforderungen. Besonders Kulturen mit tieferen Wurzelsystemen leiden unter dem Wassermangel. Auch die Natur ist stark belastet: Wälder zeigen bereits Trockenstress, und die Waldbrandgefahr steigt deutlich an. Die Wasserversorgung könnte bei anhaltender Trockenheit ebenfalls unter Druck geraten, da Grundwasserreserven und oberirdische Gewässer weiter sinken.
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