Zwei unbekannte Täter haben am Mittwochnachmittag, 29. Juli, gegen 13:30 Uhr eine Seniorin in ihrem Wohnhaus an der Deichstraße in Hochemmerich um ihre Bankkarte und PIN gebracht. Die Duisburgerin fiel auf eine perfide Betrugsmasche herein, bei der die Täter koordiniert vorgingen.
Zunächst erhielt die Frau einen Anruf von einem Mann, der sich als Polizeibeamter ausgab. Er warnte sie vor angeblichen Überfällen in der Nachbarschaft und behauptete, sie könne im Besitz von Falschgeld sein. Zudem sagte er, dass bereits mehrere tausend Euro unberechtigt von ihrem Bankkonto abgebucht worden seien.
Der Anrufer kündigte an, dass ein Mitarbeiter ihrer Bank vorbeikommen werde, um die Bankkarte entgegenzunehmen und das Konto zu sperren. Während des Gesprächs klingelte es tatsächlich an der Haustür. Ein unbekannter Mann erschien und gab sich als der angekündigte Bankmitarbeiter aus – die Seniorin übergab ihm vertrauensvoll ihre Debitkarte und die PIN.
Wenig später fragte der Mann auch nach Schmuck. Dies kam der Duisburgerin verdächtig vor. Sie forderte den Mann auf zu gehen, woraufhin dieser sich mit der Bankkarte in unbekannte Richtung entfernte. Die alarmierte Polizei sperrte die Karte umgehend.
Das Kriminalkommissariat 32 hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Der als Bankmitarbeiter auftretende Täter wird wie folgt beschrieben: etwa 1,85 Meter groß, kräftige Statur, bis zu 30 Jahre alt, dunkle kurze Haare, Sieben-Tage-Bart, dunkel gekleidet mit langer Hose und ärmelloser Weste.
Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 32 unter der Telefonnummer 0203 2800 entgegen. Die Polizei Duisburg warnt eindringlich: Polizei und Banken fordern niemals die Herausgabe von Bankkarten, PIN-Nummern, Bargeld oder Schmuck an der Haustür. Bei solchen Anrufen sollten Bürger das Gespräch beenden und die Polizei über die Notrufnummer 110 verständigen.
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